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Was gehört in einen Finanzplan? #
Ein Finanzplan ist keine Rocket Science – er besteht aus vier Bausteinen, die du nacheinander umsetzt:
- Einnahmen und Ausgaben kennen (Haushaltsbuch)
- Notgroschen aufbauen (3 Monatsgehälter)
- Hochzinsschulden tilgen (Dispo, Ratenkredite)
- Investieren (ETF-Sparplan für den Rest)
Diese Reihenfolge ist nicht zufällig – sie minimiert Risiken und maximiert Rendite gleichzeitig.
Schritt 1: Einnahmen & Ausgaben erfassen #
Erst wenn du weißt, wohin dein Geld geht, kannst du es steuern. Erfasse einen Monat lang alle Ausgaben – und teile sie in Kategorien ein:
| Kategorie | Richtwert Anteil |
|---|---|
| Fixkosten (Miete, Versicherungen) | ~50 % |
| Variabel/Lebenshaltung | ~30 % |
| Sparen & Investieren | ~20 % |
Die 50-30-20-Regel ist ein bewährter Richtwert. Wenn du die 20 % Sparen nicht schaffst: Fixkosten prüfen (z. B. Versicherungen, Abos, Miete).
Schritt 2: Notgroschen aufbauen #
Bevor du investierst, brauchst du einen Notgroschen: 3 Nettomonatsgehälter auf einem Tagesgeldkonto. Er schützt dich vor ungeplanten Ausgaben (Autoreparatur, Zahnarzt), ohne dass du Investitionen verkaufen oder Schulden aufnehmen musst.
Tagesgeld 2026: 2–3 % p.a. bei ING, DKB oder Comdirect – sicher, sofort verfügbar, DSGVO-konform. Kein Tagesgeld-Hopping nötig.
10–15 % Zinsen – kein ETF schlägt das
nach Zinssatz sortieren und schnellst möglich tilgen
Niedrigzins-Immobilienkredite (<2 %) parallel zu ETF-Sparplan beibehalten
Praktischer Tipp: Pay-Yourself-First – überweise am Gehaltstag sofort die Sparrate, bevor du die Ausgaben buchst.
Schritt 4: Investieren #
Sobald Notgroschen steht und Hochzinsschulden weg sind: ETF-Sparplan einrichten. Die einfachste Strategie: ein globaler ETF (MSCI World oder FTSE All-World), monatlicher Dauerauftrag, nicht anfassen.
Historische Rendite MSCI World: ~7 % p.a. nach Inflation. Bei 200 €/Monat über 20 Jahre: ca. 104.000 € (bei 7 % p.a.).
Beste Tools 2026 #
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Häufige Fragen
Wie lange brauche ich für einen Finanzplan?
Für den ersten Plan: 1–2 Stunden. Danach reichen 15 Minuten monatlich, um Ausgaben zu prüfen und Sparpläne anzupassen.
Ich verdiene wenig – lohnt sich ein Finanzplan überhaupt?
Gerade bei kleinem Einkommen lohnt er sich besonders: Bereits 25 €/Monat Ersparnis machen über 10 Jahre bei 7 % ca. 4.300 € Unterschied.
Muss ich alles sofort umsetzen?
Nein. Starte mit Schritt 1 (Haushaltsbuch) und baue die anderen Schritte über Monate auf. Perfektion ist der Feind des Guten.
