Antworten zum Elterngeld 2026.
Wie hoch ist das Elterngeld 2026?
§ 2 BEEG: 65 % des letzten Netto-Einkommens (Bemessung 12 Monate vor Geburt). Mindestens 300 € (auch ohne Einkommen), höchstens 1.800 €/Monat. Bei Netto unter 1.000 € steigt die Quote bis zu 100 % (Geringverdiener-Komponente §§ 2 Abs. 2). Bei Netto über 1.240 € fix 65 %.
Wie lange gibt es Elterngeld?
§ 4 BEEG: Basis-Elterngeld 12 Monate. Plus 2 Partnermonate, wenn auch der zweite Elternteil reduziert/aussetzt = 14 Monate gesamt. ElterngeldPlus halbiert den Betrag, verdoppelt die Bezugsdauer auf 24 + 4 = 28 Monate. Wichtig: 4-Monats-Höchstdauer für gleichzeitigen Bezug ab 2024 (Bundestags-Reform).
Wer bekommt 2026 noch Elterngeld?
§ 1 Abs. 8 BEEG: Einkommensgrenze 2026 — Singles 175.000 € zu versteuerndes Einkommen, Paare ebenfalls 175.000 € (Reform vom 1.4.2024). Über dieser Grenze: kein Elterngeld. Vorher lag die Grenze für Paare bei 300.000 €, dann 200.000 €, jetzt 175.000 €.
Was ist der Unterschied Basis vs. Plus?
Basis-Elterngeld: voller Betrag (65 % Netto, max 1.800 €) für 12+2 Monate. ElterngeldPlus: halber Betrag (max 900 €/Monat), aber doppelte Dauer (24+4 Monate). Plus lohnt sich, wenn du in Teilzeit zurück in den Beruf willst — der Plus-Monat zählt voll, der ausgleichende Lohn wird angerechnet.
Wann muss ich Elterngeld beantragen?
Spätestens 3 Monate nach Geburt — sonst gibt es nur für die letzten 3 Monate rückwirkend (§ 7 Abs. 1 BEEG). Antrag bei der Elterngeldstelle des Bundeslands. Bei Online-Antrag über ElterngeldDigital meist Bearbeitung 4–8 Wochen. Tipp: Erste Auszahlung kann sich um Wochen verzögern — Notgroschen einplanen.
Wie wird Mutterschaftsgeld auf Elterngeld angerechnet?
Mutterschaftsgeld für die 8 Wochen nach Geburt wird vollständig auf das Elterngeld der ersten Lebensmonate angerechnet. Praktisch: Die ersten 2 Lebensmonate gelten als "verbraucht", du bekommst die noch verbleibenden 12 Monate Basis-EG (statt 14). Bei Plus: 4 Monate verbraucht von 28. Mutterschaftsgeld zahlt also vorerst statt Elterngeld.