Antworten zu EM-Rente, Voraussetzungen und Antrag 2026.
Was ist der Unterschied zwischen voller und teilweiser EM-Rente?
Volle EM-Rente (Rentenartfaktor 1,0): wenn du weniger als 3 Stunden täglich arbeiten kannst. Teilweise EM-Rente (Rentenartfaktor 0,5): wenn du 3 bis unter 6 Stunden täglich arbeiten kannst. Ab 6 Stunden täglich: keine EM-Rente. Maßgeblich ist die Restleistungsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.
Wie hoch ist die Zurechnungszeit 2026?
Zurechnungszeit nach § 59 SGB VI: tut so, als hättest du bis Renteneintrittsalter mit Durchschnittsverdienst weitergearbeitet. Stand 2026: bis 65 Jahre + 11 Monate. Anhebung jährlich um 2 Monate bis 67 Jahre erreicht (Jahr 2031). Wirkungsvoll bei jungen EM-Rentnern — kann die Rente verdoppeln.
Wie hoch ist der Abschlag bei EM-Rente?
0,3 % pro Monat vor der abschlagsfreien Altersgrenze (Standard 65 J.), maximal 36 Monate = 10,8 % Abschlag. Bei vorzeitiger EM-Rente vor 65 J. immer mit Abschlag. Maximum-Abschlag gilt unabhängig vom tatsächlichen Renteneintrittsalter — bei 30-Jähriger EM-Rente derselbe Abschlag wie bei 60-Jähriger.
Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?
Allgemein: 5 Jahre Wartezeit + 3 Jahre Pflichtbeiträge in den letzten 5 Jahren vor Eintritt. Plus: medizinisch festgestellte Erwerbsminderung durch DRV-Gutachter. Ärztliche Stellungnahme + Antragsverfahren. Bei abgelehntem Antrag: Widerspruch + Klage möglich. Anwaltliche Hilfe empfehlenswert (VdK/SoVD kostenfrei).
Wie lange bekomme ich die EM-Rente?
Regelfall: 3 Jahre befristet — danach Überprüfung. Unbefristet erst, wenn höchstwahrscheinlich auf Dauer EM (üblich nach 9 Jahren befristeter EM-Rente). Mit Erreichen der Regelaltersgrenze wechselt EM-Rente in Altersrente. Falls Altersrente niedriger wäre: Besitzstand-Schutz greift.