Antworten zur Frührente 2026.
Wie hoch ist der Frührente-Abschlag?
0,3 % pro Monat vorzeitiger Inanspruchnahme, maximal 36 Monate vor Regelaltersgrenze = 10,8 %. Bei langjährig Versicherten (35 Beitragsjahre) ab 63 mit Abschlag möglich. Abschlag bleibt LEBENSLANG bestehen — nicht nur in den ersten Jahren.
Lohnt sich Frührente?
Hängt von Lebenserwartung ab. Faustregel: Break-Even ca. 12-15 Jahre nach Renteneintritt. Wer 80+ wird, verliert über die Lebenszeit. Plus Steueraspekte: Frührente hat höheren Steuersatz (Progressionsvorbehalt mit anderem Einkommen wie ALG/Bürgergeld in der Zeit).
Wann kann ich abschlagsfrei in Rente?
45 Beitragsjahre = abschlagsfrei mit 65 (Jahrgang ab 1964). Strenge Anrechnung: Pflichtbeiträge + Kindererziehung + Pflege + ALG-Bezug. NICHT: freiwillige Beiträge, Schul-/Studienzeit, Bürgergeld. Bei Schwerbehinderung GdB 50+: 2 Jahre vor Regelalter abschlagsfrei.
Was ist mit Hinzuverdienst?
Seit 2023 wegen Hinzuverdienstgrenze bei vorgezogenen Altersrenten WEGGEFALLEN. Du kannst unbegrenzt Brutto dazuverdienen. Aber: Abschlag bleibt trotzdem bestehen, und höheres Brutto erhöht den Steuersatz auf deine Rente (Progressionsvorbehalt entfällt 2023 — aber höhere Steuerlast auf gesamten Bruttobetrag).
Kann ich den Abschlag ausgleichen?
Ja — Ausgleichszahlung nach § 187a SGB VI ab dem 50. Lebensjahr. Du zahlst freiwillig in die RV, um den Abschlag zu kompensieren. Kosten typisch 200-300 € pro 1 € mtl. höhere Rente. Lohnt steuerlich (als Sonderausgabe absetzbar) — vor allem bei Spitzensteuersatz.