Was verdienst du wirklich pro Stunde?
…
Dein echter Stundenlohn = Monatsgehalt geteilt durch die tatsächlich gearbeiteten Stunden — also inklusive unbezahlter Überstunden. Zwei Extra-Stunden pro Woche summieren sich auf 104 Stunden im Jahr und drücken deinen Stundenlohn spürbar. Beispiel: 3.500 € bei 40 Std/Woche ergeben rund 20,21 €/Std; arbeitest du unbezahlt 42 Std, sinkt der reale Wert auf ~19,25 €/Std — die 104 Stunden entsprechen rund 2.100 € Arbeitswert pro Jahr, den du verschenkst. Überstunden muss dein Arbeitgeber vergüten, wenn er sie angeordnet, gebilligt oder geduldet hat; pauschale „mit dem Gehalt abgegolten"-Klauseln sind oft unwirksam. Trag deine Werte unten ein — der Rechner zeigt deinen realen Stundenlohn inkl. Überstunden und Pendelzeit. Was von deinem Monatsgehalt netto übrig bleibt, rechnet der Nettolohnrechner 2027 für 2026 und 2027 aus.
Das Wesentliche
So funktioniert der Rechner
Wie wir rechnen
Überstunden & echter Stundenlohn: die wichtigsten Fragen
Wie wirken sich Überstunden auf meinen Stundenlohn aus?
Unbezahlte Überstunden erhöhen deine gearbeitete Zeit, aber nicht dein Gehalt — dein realer Stundenlohn sinkt also. Zwei Extra-Stunden pro Woche sind rund 104 Stunden im Jahr: Bei 3.500 € und 40 Std/Woche fällt der Wert von etwa 20,21 € auf rund 19,25 €/Std, du verschenkst so etwa 2.100 € Arbeitswert pro Jahr. Werden die Überstunden dagegen bezahlt oder in Freizeit ausgeglichen, bleibt dein Stundenlohn erhalten.
Wann muss der Chef Überstunden bezahlen?
Überstunden sind zu vergüten, wenn der Arbeitgeber sie angeordnet, gebilligt oder geduldet hat und sie betrieblich nötig waren (§ 612 BGB, BAG-Rechtsprechung). Ohne Vereinbarung gilt eine Vergütung als stillschweigend vereinbart, wenn die Arbeit den Umständen nach nur gegen Bezahlung zu erwarten ist — bei sehr hohen Gehältern (über der Beitragsbemessungsgrenze) kann das anders sein. Wichtig: Im Streitfall musst du die geleisteten Überstunden und ihre Veranlassung belegen — deshalb lohnt sich eine lückenlose Dokumentation. Keine Rechtsberatung.
Sind Überstunden mit dem Gehalt abgegolten?
Nur, wenn die Vertragsklausel klar und bestimmt ist. Pauschale Formulierungen wie „mit dem Gehalt sind alle Überstunden abgegolten" sind laut BAG häufig unwirksam, weil unklar bleibt, wie viele Stunden erfasst sind (Transparenzgebot, § 307 BGB). Wirksam ist eine Abgeltung meist nur, wenn eine konkrete Höchstzahl genannt wird oder das Gehalt sehr hoch ist. Ist die Klausel unwirksam, bleibt der Anspruch auf Vergütung oder Freizeitausgleich bestehen. Was bezahlte Überstunden mit Zuschlägen netto bringen, zeigt der Überstunden-Rechner.