Antworten zum Verpflegungsmehraufwand 2026.
Wie hoch ist der Verpflegungsmehraufwand 2026?
§ 9 Abs. 4a EStG (Inland): 14 € pro Tag bei 8–24h Abwesenheit (Eintages-Dienstreise). 14 € für An- und Abreisetag bei mehrtägigen Reisen. 28 € für volle Reisetage (24h Abwesenheit). Sätze sind seit 2020 stabil. Auslandsreisen haben länderspezifische, meist höhere Pauschalen (BMF-Tabelle).
Was ist die 3-Monatsfrist?
§ 9 Abs. 4a Satz 6 EStG: An derselben Einsatzstelle können die Pauschalen nur 3 Monate lang abgesetzt werden. Danach gilt der Ort als 'erste Tätigkeitsstätte' und der Verpflegungsmehraufwand entfällt. Unterbrechung ≥ 4 Wochen setzt die Frist neu in Gang (z.B. nach Urlaub oder Krankheit).
Was wird vom Verpflegungsmehraufwand abgezogen?
§ 9 Abs. 4a Satz 8 EStG: Wenn der Arbeitgeber Mahlzeiten kostenlos oder verbilligt stellt — Frühstück: −5,60 € (= 20 % von 28 €), Mittag/Abend: je −11,20 € (= 40 %). Bei Vollverpflegung also −28 €/Tag = kompletter Abzug der 24h-Pauschale. Wichtig: Selbst gekaufte Mahlzeiten zählen NICHT.
Wie viel Steuer spart der Verpflegungsmehraufwand?
Wirkung wie Werbungskosten. Bei 50 vollen Reisetagen × 28 € = 1.400 € absetzbar. Bei Grenzsteuersatz 32 %: 448 € Steuerersparnis pro Jahr. Achtung: Werbungskostenpauschbetrag 1.230 € muss erst überschritten werden — sonst wirkt sich gar nichts aus.
Wie weise ich die Pauschalen in der Steuererklärung aus?
Eintragung in Anlage N, Zeile 50–54. Belegpflicht eher gering: Eigene Aufzeichnungen reichen, wenn schlüssig. Praxis: Reisekostenabrechnungen vom Arbeitgeber als Nachweis, oder Reisekalender mit Ort/Datum/Dauer. Bei Auslandsreisen: BMF-Sätze des jeweiligen Landes verwenden, länderspezifisch erhöht.
Was ist mit selbständig Arbeitenden?
Identische Regelung als Betriebsausgabe (§ 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 5 EStG). Gleiche Pauschalen (14 €/28 €), gleiche 3-Monatsfrist. Vorteil: Kein Werbungskostenpauschbetrag-Effekt — volle Wirkung ab dem ersten Euro. Bei Eigentümer-Geschäftsführer (GmbH): kann beides geltend machen (Lohn-WK + GmbH-BA).