📋 Auf einen Blick
- Viele Banken prüfen bei der Kontoeröffnung die SCHUFA – ein negativer Eintrag führt oft zur Ablehnung.
- Alternativen: Guthabenkonto (kein Dispo, kein Minus), Basiskonto (gesetzlicher Anspruch), Prepaid-Konto.
- Das Basiskonto muss jede Bank in Deutschland anbieten – unabhängig von SCHUFA-Einträgen (§ 31 ZAG).
- Direktbanken wie N26, bunq oder Vivid Money eröffnen Konten oft ohne harte SCHUFA-Abfrage.
- Nutze unseren Anbieter-Vergleich und das Quiz weiter unten, um das richtige Konto zu finden.
Inhalt
Warum prüfen Banken die SCHUFA?
Wenn du ein Girokonto mit Dispokredit beantragst, geht die Bank ein finanzielles Risiko ein: Sie gibt dir faktisch einen kurzfristigen Kredit, wenn du ins Minus gehst. Um dieses Risiko einzuschätzen, ruft sie die SCHUFA ab – genau wie bei einem normalen Kreditantrag.
Findet die Bank dort einen negativen Eintrag (z.B. nicht gezahlte Rechnungen, Inkasso-Forderungen, frühere Insolvenzen), lehnt sie die Eröffnung oft ab oder bietet nur ein eingeschränktes Konto ohne Dispo an.
Die drei Konto-Typen im Überblick
Das Basiskonto: Dein gesetzliches Recht
Seit 2016 haben alle Menschen in Deutschland das Recht auf ein Zahlungskonto mit grundlegenden Funktionen – das sogenannte Basiskonto (§ 31 Zahlungskontengesetz). Jede zugelassene Bank muss es anbieten, unabhängig davon, ob du negative SCHUFA-Einträge hast, obdachlos bist oder keinen festen Wohnsitz in Deutschland hast.
Das Basiskonto enthält: IBAN, Überweisungen, Daueraufträge, Lastschriften und eine Debitkarte. Es gibt keinen Dispo. Die Gebühren müssen angemessen und diskriminierungsfrei sein.
Anbieter-Vergleich 2026
Hier findest du eine Auswahl an Konten ohne oder mit eingeschränkter SCHUFA-Prüfung. Filtere nach Konto-Typ:
Quiz: Welches Konto passt zu dir?
Beantworte 3 Fragen – wir empfehlen dir den passenden Konto-Typ.
Vor- und Nachteile im Überblick
| Konto-Typ | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Normales Girokonto | Dispo, Kreditkarte, volle Funktionen | SCHUFA-Prüfung nötig, Ablehnung bei negativem Eintrag |
| Guthabenkonto | Oft ohne SCHUFA, kostenlos oder günstig | Kein Dispo, teils eingeschränkte Dienste |
| Basiskonto | Gesetzlicher Anspruch, niemand kann abgelehnt werden | Kein Dispo, höhere Gebühren (bis 15 €/Monat), weniger Komfort |
| Prepaid-Konto | Keine SCHUFA, kein Überschuldungsrisiko | Keine IBAN für Gehalt/Lastschrift, eingeschränkte Nutzung |
FAQ
Viele Direktbanken (N26, Vivid, Tomorrow u.a.) führen nur eine „weiche" SCHUFA-Konditionsanfrage durch, die deinen Score nicht beeinflusst. Bei manchen europäischen Neobanken wie bunq findet gar keine deutsche SCHUFA-Abfrage statt. Ein Konto ohne jede Bonitätsprüfung gibt es jedoch selten – diese Anbieter prüfen meist zumindest deine Identität.
Das Gesetz schreibt nur vor, dass die Gebühren „angemessen" sein müssen. In der Praxis verlangen Banken zwischen 6 und 15 Euro pro Monat für ein Basiskonto. Wer Bürgergeld oder Grundsicherung bezieht, kann oft eine Gebührenbefreiung beantragen.
Dann kannst du eine Schlichtungsstelle einschalten: die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) führt das Verfahren kostenlos durch. Die Bank ist gesetzlich verpflichtet, das Konto ohne sachlichen Grund zu eröffnen – eine Weigerung ist rechtswidrig.
Ja – ein Guthabenkonto hat eine vollwertige IBAN und kann für Überweisungen, Lastschriften und Daueraufträge genutzt werden. Der einzige Unterschied zum normalen Konto: du kannst nicht ins Minus gehen.