Eine Kreditkarte zu bekommen, wenn man arbeitslos ist, stellt für viele Menschen eine echte Herausforderung dar. Das hat einen einfachen Grund: Für klassische Kreditkarten führt jede Bank eine Kreditwürdigkeitsprüfung durch. Sie wollen wissen, dass der Karteninhaber seine Rechnungen bezahlen kann. Ohne regelmäßiges Einkommen aus unselbstständiger Arbeit sieht das für Banken wie ein höheres Ausfallrisiko aus.
Die typischen Hürden sind diese: Erstens fehlt der Gehaltsnachweis, auf den sich Banken normalerweise verlassen. Zweitens sind manche Kreditscores durch frühere finanzielle Schwierigkeiten beeinträchtigt. Drittens wollen viele traditionelle Banken gar nicht mit arbeitslosen Kunden arbeiten, weil sie die Bearbeitung aufwändiger finden.
Aber: Es gibt Lösungen. Nicht jede Kreditkarte erfordert ein hohes Einkommen oder sogar ein Einkommen. Es kommt darauf an, was man damit tun möchte.
Generell gibt es drei Typen von Kreditkarten, mit unterschiedlichen Anforderungen:
| Kartentyp | Voraussetzungen | Für Arbeitslose geeignet? |
|---|---|---|
| Prepaid-Kreditkarte | Nur Ausweis, Volljährigkeit, meist Kontoverbindung | Ja – beste Option |
| Debitkarte | Girokonto mit Deckung erforderlich | Ja – funktioniert gut |
| Echte Kreditkarte | Bonität, Einkommen, Schufa-Prüfung | Begrenzt – mit Ausnahmen möglich |
| Charge-Karte | Ähnlich wie echte Kreditkarte, höhere Anforderungen | Nein – üblicherweise nicht |
Jeder dieser Kartentyparten hat seine Vor- und Nachteile für arbeitslose Menschen. Lesen Sie im Folgenden, was für Ihre Situation am besten passt.
Eine Prepaid-Kreditkarte funktioniert ganz einfach: Sie laden Geld auf die Karte auf – genau wie auf eine Guthaben-Karte – und können dann mit diesem Guthaben bezahlen. Das ist, wenn Sie so wollen, digitales Bargeld in Kartenform.
Sie eröffnen ein Prepaid-Kartenkonto, erhalten die physische Karte und können dann online oder am Geldautomaten Geld einzahlen. Danach können Sie überall zahlen, wo Kreditkarten akzeptiert werden – im Geschäft, online und auch im Ausland, wenn es eine internationale Karte ist. Die Bank prüft nicht, wie viel Geld Sie verdienen, weil sie ja bereits Ihr Geld in der Hand hat.
Vorteile:
Nachteile:
Für viele arbeitslose Menschen ist die Prepaid-Karte die beste Wahl, weil sie unkompliziert ist und verlässlich funktioniert. Sie müssen sich keine Sorgen um Kreditprüfungen oder abgelehnte Anträge machen.
Viele Menschen verwechseln Debit- und Kreditkarten. Das ist verständlich, weil sie ähnlich aussehen. Der Unterschied ist aber wichtig: Eine Debitkarte zieht Geld direkt von Ihrem Girokonto ab – wie ein EC-Automat an der Tankstelle. Eine Kreditkarte gewährt Ihnen Kredit und rechnet am Monatsende ab.
Die meisten Banken, die ein Girokonto führen, prüfen nicht Ihre Bonität, wenn Sie eine Debitkarte dazu bekommen. Sie brauchen nur ein Girokonto – und das können Sie oft auch ohne großartige Gehaltsüberweisungen eröffnen. Manche spezialisierte Banken bieten sogar Girokonten für Menschen mit negativer Schufa an.
Mit einer Debitkarte können Sie überall dort zahlen, wo Visa oder Mastercard akzeptiert werden. Online-Shopping, Mietwagenbuchung, Hotelkaution – fast alles funktioniert genauso wie mit einer Kreditkarte, außer dass das Geld sofort von Ihrem Konto abgebucht wird.
Es gibt aber einen wichtigen Punkt: Bei manchen Online-Buchungen (besonders im Ausland) verlangen die Anbieter, dass die Karte einen Verfügungsrahmen hat. Das ist bei einer reinen Debitkarte nicht der Fall. Manche Mietwagenfirmen oder Hotels können deswegen schwierig werden. Aber im Regelfall funktioniert es einfach und zuverlässig.
Der große Vorteil gegenüber Prepaid: Bei einem normalen Girokonto bekommen Sie kostenlos eine Debitkarte. Sie brauchen nicht extra zu zahlen.
Die ehrliche Antwort: Es ist schwierig, aber nicht unmöglich. Einige Banken vergeben auch echte Kreditkarten an arbeitslose Menschen. Die Ausnahmen sind diese:
Wenn Ihre Arbeitslosigkeit nur kurz andauert oder Sie bereits einen Job angenommen haben, der bald anfängt, haben Sie bessere Chancen. Manche Banken akzeptieren dann einen Arbeitsvertrag statt eines Gehaltsscheins als Nachweis. Fragen Sie direkt bei Ihrer Bank nach – es lohnt sich.
Lebt der Partner oder die Partnerin mit Ihnen zusammen und hat ein regelmäßiges Einkommen, kann dieser als Bürge oder Antragsteller fungieren. Es gibt auch sogenannte Partnerkarten, bei denen die Bonität des Partners maßgeblich ist. Manche Banken akzeptieren hier auch, dass Sie ein Familienmitglied hinzufügen.
Wenn Ihre Schufa-Bewertung ausgezeichnet ist – weil Sie in der Vergangenheit immer pünktlich bezahlt haben, keine Schulden haben und eine saubere Kreditgeschichte aufweisen – haben Sie deutlich bessere Chancen. Manche spezialisierte Kreditkartenanbieter vergeben auch an arbeitslose Menschen mit guter Schufa.
Einige moderne Fintech-Banken bieten sogenannte gesicherte Kreditkarten an. Das funktioniert so: Sie hinterlegen eine Kaution oder ein Guthaben auf einem Sicherheitskonto, und die Bank vergibt einen Kreditrahmen in gleicher Höhe. Das ist ein Mittelweg zwischen Prepaid und echter Kreditkarte.
Wenn Sie arbeitslos sind und eine Kreditkarte beantragen, sollten Sie diese Punkte im Hinterkopf behalten:
Das ist die gute Nachricht: Viele Banken erkennen Bürgergeld-Bescheide (und ALG-Bescheide) als Einkommensnachweis an. Sie müssen den Bescheid einfach beim Antrag einreichen. Das gleiche gilt für Altersrente, Invalidenrente und andere regelmäßige staatliche Leistungen. Wichtig ist nur, dass das Einkommen regelmäßig und verlässlich ist.
Wenn Sie kein gängiger Einkommensnachweis haben, fragen manche Banken nach Kontoauszügen. Diese zeigen, wie Sie mit Geld umgehen – ob Sie regelmäßig pünktlich Rechnungen zahlen, ob Schulden vorhanden sind, etc. Ein übersichtliches, ständig positives Konto hilft also auch.
Geben Sie bei der Antragsstellung immer an, dass Sie arbeitslos sind. Vorzutäuschen, dass Sie einen Job haben, ist nicht nur ethisch fragwürdig, sondern auch strafbar (Betrug bei Kreditantrag). Banken überprüfen das ohnehin durch Schufa-Abfragen und andere Datenquellen.
Nicht alle Banken behandeln arbeitslose Kunden gleich. Spezialisierte Online-Banken und Fintech-Unternehmen sind oft flexibler als traditionelle Großbanken. Es lohnt sich, die Angebote zu vergleichen und gezielt nach Banken zu suchen, die arbeitslose Menschen berücksichtigen.
Der beste Kartentyp für Sie hängt davon ab, wofür Sie die Karte brauchen:
Für regelmäßiges Online-Shopping sind sowohl Prepaid-, Debit- als auch echte Kreditkarten geeignet. Der Vorteil einer Kreditkarte ist der Käuferschutz und dass manche Händler Probleme mit Debitkarten haben können. Prepaid funktioniert aber auch sehr gut und ist sicherer in Bezug auf Datenmissbrauch.
Für Flugbuchungen benötigen Sie idealerweise eine Karte mit Verfügungsrahmen – also eine echte Kreditkarte oder eine gesicherte Variante. Prepaid-Karten funktionieren nur, wenn das Guthaben groß genug ist. Manche Fluggesellschaften und Reisebüros akzeptieren Debitkarten.
Mietwagen-Vermieter mögen Kreditkarten, weil sie damit eine Kaution einbehalten können (ohne das Geld tatsächlich zu nehmen). Prepaid-Karten funktionieren nur, wenn das Guthaben hoch genug ist. Debitkarten sind schwieriger. Echte Kreditkarten sind hier die beste Wahl – wenn Sie eine bekommen.
Ähnlich wie beim Mietwagen: Echte Kreditkarten sind ideal. Prepaid funktioniert, wenn das Guthaben passt. Mit Debitkarten können manche Hotels Probleme machen.
Für Auslandsreisen sind internationale Prepaid- oder Debitkarten empfehlenswert, weil sie Gebühren beim Geldwechsel sparen können. Echte Kreditkarten sind hier auch gut, je nach Anbieter sind die Auslandsgebühren aber höher.
Die FLORIN+ Mastercard ist eine echte Kreditkarte mit bis zu 4.000 Euro Kreditrahmen. Für arbeitslose Menschen ist es möglich, aber nicht automatisch garantiert, da eine individuelle Prüfung stattfindet. Das ist der ehrliche Ansatz: FLORIN+ schaut sich Ihre finanzielle Situation an und prüft, ob es passt – statt pauschal ja oder nein zu sagen.
Wenn Sie arbeitslos sind aber zum Beispiel eine gute Schufa haben, regelmäßige Bürgergeld-Zahlungen erhalten, oder einen Partner mit Einkommen haben, lohnt sich ein Versuch. Im schlimmsten Fall lehnen sie ab. Im besten Fall erhalten Sie eine echte Kreditkarte.
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Ja, es ist möglich. Viele Banken akzeptieren einen Bürgergeld-Bescheid als Einkommensnachweis. Allerdings prüfen sie auch andere Faktoren wie Ihre Schufa und Ihre Kreditgeschichte. Ohne großartige Schulden und mit einer akzeptablen Schufa haben Sie gute Chancen.
Prepaid-Karten verlangen keine Kreditprüfung und funktionieren sofort. Echte Kreditkarten ermöglichen es Ihnen, auf Pump zu kaufen und später zu bezahlen – Das ist praktischer, aber die Banken prüfen Ihre Bonität. Für Arbeitslose ist Prepaid oft einfacher und sicherer.
Prepaid-Karten benötigen normalerweise keine Schufa-Abfrage. Einige spezialisierte Anbieter vergeben auch echte Kreditkarten ohne Schufa, aber das ist seltener. Bei Debitkarten ist die Schufa auch nicht relevant, wenn Sie bereits ein Konto haben.
Bei echten Kreditkarten ja – eine negative Schufa macht es deutlich schwieriger. Bei Prepaid-Karten spielt die Schufa überhaupt keine Rolle. Mit Debitkarten ist die Schufa auch nicht relevant, solange Sie ein Girokonto haben.
Üblicherweise fallen eine Jahresgebühr (10-60 Euro), Geldautomaten-Gebühren und eventuell Gebühren für Geldeinzahlungen an. Die genauen Kosten unterscheiden sich je nach Anbieter stark – vergleichen lohnt sich.
Disclaimer: Dieser Artikel dient zu Informationszwecken und ersetzt keine persönliche finanzielle Beratung. Die Vergabe von Kreditkarten erfolgt nach individueller Prüfung durch die Anbieter. Die Informationen basieren auf dem Stand März 2026 und können sich ändern.