⚠️ Rechtliche Hinweise
- SCHUFA® ist eine eingetragene Marke der SCHUFA Holding AG, Kormoranweg 5, 65201 Wiesbaden
- Dieses Angebot steht in keiner Verbindung zur SCHUFA Holding AG
- Alle Angaben basieren auf öffentlich zugänglichen Quellen
- Keine Rechts- oder Finanzberatung – bei konkreten Fragen wende dich an einen Verbraucherschutzverein
68 Mio.
Personen in der SCHUFA-Datenbank
6 Mrd.
Datensätze gespeichert
100–999
Neue Score-Skala seit März 2026
1 von 3
Deutschen hat falschen Eintrag*
* Schätzung Verbraucherzentrale Bundesverband 2023
📋 Das Wichtigste in Kürze
- Die SCHUFA ist eine private Wirtschaftsauskunftei – keine Behörde, kein Amt
- Seit dem 17. März 2026 gilt eine neue Skala von 100 bis 999 Punkten
- Die SCHUFA hat erstmals 12 konkrete Kriterien öffentlich kommuniziert
- Du hast ein kostenloses Recht auf Selbstauskunft nach Art. 15 DSGVO – jederzeit
- Falsche Einträge? Du kannst Berichtigung und Löschung verlangen
- Negativeinträge werden nach 3 Jahren automatisch gelöscht
- 7 verbreitete SCHUFA-Mythen – und was wirklich stimmt
Was ist die SCHUFA überhaupt?
❓Ist die SCHUFA eine staatliche Behörde?
Nein. Die SCHUFA Holding AG ist ein privates Unternehmen mit Sitz in Wiesbaden. Hauptgesellschafter sind deutsche Banken, Sparkassen und der Handel. Der Staat hat damit nichts zu tun – auch wenn sich das für viele Menschen anders anfühlt.
Die SCHUFA (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) wurde 1927 gegründet und sammelt seitdem Informationen über das Zahlungsverhalten von Privatpersonen. Ihr einziges Produkt: Daten. Sie verkauft Bonitätsauskünfte an Banken, Vermieter, Versicherungen und Telekommunikationsanbieter – gegen Bezahlung.
Ihr Score ist kein Urteil über deinen Charakter. Er ist ein statistischer Wahrscheinlichkeitswert: Wie hoch ist die Chance, dass eine Person mit deinem Datenprofil ihre Schulden pünktlich zurückzahlt? Das ist alles. Einkommen, Vermögen, Beruf – nichts davon spielt eine Rolle.
💡 Gut zu wissen: Die SCHUFA darf Daten nach Art. 6 Abs. 1 f) DSGVO verarbeiten – das sogenannte „berechtigte Interesse". Das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG § 31) regelt, welche Daten für Scores genutzt werden dürfen.
Was speichert die SCHUFA – und was nicht?
Viele denken, die SCHUFA weiß alles. Das stimmt nicht. Es gibt klare gesetzliche Grenzen. Hier ist die Wahrheit:
| ✅ Das speichert die SCHUFA | 🚫 Das speichert sie NICHT |
| Girokonten & Kreditkarten (Eröffnung/Schließung) | Dein Einkommen oder Gehalt |
| Ratenkredite & Leasingverträge | Dein Beruf oder Arbeitgeber |
| Zahlungsausfälle & Mahnbescheide | Ob du verheiratet bist oder Kinder hast |
| Insolvenzen & Pfändungen | Deine Nationalität oder Herkunft |
| Kreditanfragen (Konditionsanfragen sind neutral) | Deine Ersparnisse oder Guthaben |
| Wohnadressen-Historie | Deine Gesundheit oder Religion |
| Mobilfunk- & DSL-Verträge | Deine Miethistorie (nur Adresse, nicht ob Mieter) |
⚠️ Achtung: Obwohl die SCHUFA kein Einkommen speichert, kann ein Wohnungswechsel in ein ärmeres Viertel rechnerisch indirekt negativ auffallen – über sogenannte Geodaten. Dieser Praxis hat der BGH 2022 enge Grenzen gesetzt (Az. VI ZR 225/21, Urteil vom 07.07.2022).
Die große Änderung 2026: Neue Skala, neue Kriterien
🆕Was hat sich am 17. März 2026 geändert?
Die alte Skala von 0 bis 100 Prozent ist Geschichte. Seit dem 17. März 2026 läuft der neue SCHUFA-Score auf einer Skala von 100 bis 999 Punkten – wie in anderen Ländern schon lange üblich. Außerdem hat die SCHUFA erstmals öffentlich kommuniziert, welche 12 Faktoren in den Score einfließen. Das war bisher ein gut gehütetes Geheimnis.
So sieht die neue Skala aus:
100642709776999
Ausreichend
100–641
Kredit & Wohnung schwierig
Akzeptabel
642–708
Kredit möglich, höhere Zinsen
Gut
709–775
Gute Konditionen
Hervorragend
776–999
Beste Konditionen
Alte Skala vs. neue Skala – Umrechnung
Du kennst deinen alten Score in Prozent? Hier siehst du, wo du auf der neuen 100–999-Skala landest:
Alter Score (0–100 %)
über 97 %Hervorragend
95–97 %Sehr gut
90–95 %Gut
80–90 %Akzeptabel
unter 80 %Ausreichend
→
Neuer Score (100–999)
Hervorragend880–999
Sehr gut776–879
Gut709–775
Akzeptabel642–708
Ausreichend100–641
💡 Wichtig: Dein Score-Niveau bleibt sich ähnlich – nur die Darstellung ändert sich. Ein alter Score von 97 % entspricht ungefähr 880–950 Punkten auf der neuen Skala. Während der Übergangsphase (voraussichtlich bis Ende 2026) erhalten Banken beide Werte.
Die 12 offiziellen Kriterien der SCHUFA
Diese Faktoren fließen laut SCHUFA in den neuen Score ein. Genaue Gewichtungen bleiben weiterhin Geschäftsgeheimnis:
- ✅
Länge der Kredithistorie – Lange, saubere Geschichte = besser
- ✅
Pünktliche Rückzahlungen – Keine Ausfälle in der Vergangenheit
- ✅
Stabile Wohnadresse – Seltene Umzüge wirken positiv
- ✅
Kreditauslastung – Nicht ausgereizte Kreditlinien
- ✅
Kontoführung – Lange laufendes Girokonto ohne Zwischenfälle
- ✅
Kreditkarten-Nutzung – Regelmäßig und pünktlich beglichen
- ❌
Zahlungsausfälle – Mahnbescheide, Inkasso, Pfändung
- ❌
Insolvenz – Aktuell laufendes Verfahren
- ❌
Viele Kreditanfragen kurz hintereinander – Wirkt wie Geldnot
- ❌
Häufige Kontoeröffnungen – In kurzer Zeit viele neue Konten
- ❌
Laufende Inkassoforderungen – Auch kleine Beträge schaden
- ❌
Eidesstattliche Versicherung / Vermögensauskunft
Wer darf deine SCHUFA-Daten sehen?
👁️Kann mein Arbeitgeber meine SCHUFA sehen?
In der Regel nein. Die SCHUFA gibt Daten nur an sogenannte Vertragspartner weiter – das sind Banken, Sparkassen, Leasingfirmen, Mobilfunkanbieter, Versicherungen und Vermieter. Normale Arbeitgeber gehören nicht dazu. Eine Ausnahme besteht bei bestimmten Vertrauenspositionen im Finanzbereich.
Wer darf eine Auskunft anfragen? Nur wer ein berechtigtes wirtschaftliches Interesse nachweisen kann und Vertragspartner der SCHUFA ist. Die wichtigsten Gruppen:
- Banken & Sparkassen – bei Kreditantrag, Kontoeröffnung, Kreditkarte
- Telekommunikationsanbieter – bei Mobilfunk- oder DSL-Vertrag
- Vermieter & Wohnungsgesellschaften – bei Mietantrag (du kannst auch eine Selbstauskunft mitbringen)
- Versicherungen – bei bestimmten Vertragsarten
- Online-Händler – beim Kauf auf Rechnung oder Ratenzahlung
✅ Dein Recht: Du kannst bei meineSCHUFA.de jederzeit einsehen, welche Unternehmen in den letzten 12 Monaten eine Auskunft über dich abgerufen haben. Alle Anfragen sind protokolliert.
SCHUFA vs. andere Auskunfteien in Deutschland
Die SCHUFA ist nicht die einzige Auskunftei. Es gibt mehrere – und ein negativer Eintrag bei einer bedeutet nicht zwingend einen bei der anderen:
SCHUFA
Fokus: Privatkunden
68 Mio. Personen
Banken & Handel
Mietmarkt
CRIF Bürgel
Fokus: Privat & Firmen
Inkasso
B2B & B2C
Scoring
Creditreform
Fokus: Unternehmen
Firmenauskünfte
Bonitätsprüfung
B2B
Experian
Fokus: Digital & Handel
E-Commerce
Telekommunikation
Betrugsprävention
💡 Tipp: Du kannst bei allen Auskunfteien eine kostenlose Datenkopie nach Art. 15 DSGVO anfordern – nicht nur bei der SCHUFA. Wichtige Adressen: meineschufa.de, crif.com/auskunftei, creditreform.de, experian.de.
📊
Wo stehst du auf der neuen Skala?
Beantworte 12 kurze Fragen und erhalte eine kostenlose Score-Schätzung.
Kostenlos berechnen →
Was beeinflusst deinen Score – und was nicht?
💬Schadet eine Kreditanfrage meinem Score?
Kommt drauf an. Eine Konditionsanfrage (du fragst nach dem möglichen Zinssatz, ohne einen Kredit zu beantragen) ist neutral – sie schlägt sich nicht im Score nieder. Eine echte Kreditanfrage hingegen kann deinen Score kurzfristig leicht senken. Frag beim Vergleichen immer explizit nach einer Konditionsanfrage!
💬Schadet das Kündigen einer alten Kreditkarte?
Ja, kann es. Die Länge deiner Kredithistorie ist ein positives Signal. Eine alte Kreditkarte, die du seit Jahren pünktlich bezahlst, ist gut für deinen Score. Das Kündigen verkürzt deine Geschichte. Behalte alte Karten mit null oder geringer Jahresgebühr ruhig.
💬Schadet mir ein negativer Eintrag meines Partners?
Direkt nein – der Score ist personenbezogen. Bei gemeinsamen Verträgen (Kredit, Girokonto mit Vollmacht) kann ein Ausfall des Partners aber auch dich belasten. Eine einfache Lebensgemeinschaft ohne geteilte Konten hat keinen Einfluss.
🔍 7 SCHUFA-Mythen – und was wirklich stimmt
Über die SCHUFA kursieren unglaublich viele Fehlinformationen. Hier kommen die 7 größten Mythen – und die Wahrheit dahinter.
❌ Mythos 1
„Die SCHUFA weiß, wie viel ich verdiene."
Falsch. Die SCHUFA speichert kein Einkommen, kein Vermögen, keinen Beruf. Nur Zahlungsverhalten und Vertragsinfos.
✅ Die Wahrheit
Selbst wer sehr wenig verdient, kann einen exzellenten Score haben – wenn er zuverlässig zahlt. Und umgekehrt.
❌ Mythos 2
„Ich muss die SCHUFA bezahlen, um meine Daten zu sehen."
Das behauptet die SCHUFA gerne durch ihr monatliches Abo „meineSCHUFA Plus".
✅ Die Wahrheit
Deine vollständige Datenkopie ist nach Art. 15 DSGVO kostenlos und jederzeit abrufbar. Einfach „Datenkopie DSGVO" auf meineschufa.de wählen.
❌ Mythos 3
„Die SCHUFA ist eine staatliche Behörde."
Viele glauben, der Staat stecke dahinter. Das erklärt das Gefühl, gegen sie nichts ausrichten zu können.
✅ Die Wahrheit
Die SCHUFA ist ein privates Unternehmen, das Banken und dem Handel gehört. Du hast als Verbraucher konkrete Rechte nach DSGVO – und kannst sie nutzen.
❌ Mythos 4
„Wer viel Geld auf dem Konto hat, hat automatisch guten Score."
Leider nein. Guthaben interessiert die SCHUFA nicht.
✅ Die Wahrheit
Entscheidend ist das Zahlungsverhalten, nicht das Vermögen. Ein Millionär mit unzuverlässigen Zahlungen kann schlechter dastehen als ein Normalverdiener ohne Ausfälle.
❌ Mythos 5
„Jede Kredit-Anfrage ruiniert meinen Score."
Viele Menschen vermeiden deshalb jeden Kreditvergleich.
✅ Die Wahrheit
Nur echte Kreditanfragen schaden leicht. Konditionsanfragen (für Zinsvergleiche) sind vollständig SCHUFA-neutral – einfach beim Anbieter explizit fragen!
❌ Mythos 6
„Ich kann negative Einträge löschen lassen, wenn ich zahle."
Leider wird das oft von unseriösen Firmen versprochen.
✅ Die Wahrheit
Richtige Einträge bleiben 3 Jahre nach Erledigung gespeichert. Keine Firma kann das beschleunigen – du kannst nur auf die automatische Löschung warten. Abzocke melden!
❌ Mythos 7
„Wenn ich umziehe, kann die SCHUFA nicht mehr auf mich zugreifen."
Ins Ausland ziehen und SCHUFA los sein – dieser Wunsch ist weit verbreitet.
✅ Die Wahrheit
Deine Daten bleiben gespeichert – auch wenn du ins Ausland ziehst. Die Löschfristen laufen weiter. Beim Zurückkommen sind alle Einträge noch da.
So verbesserst du deinen Score in 7 Schritten
Der Score lässt sich verbessern – aber nicht über Nacht. Es braucht Geduld und konsequentes Handeln:
- Selbstauskunft beantragen und prüfen. Fordere jetzt deine kostenlose Datenkopie bei meineSCHUFA.de an. Suche nach veralteten oder falschen Einträgen.
- Falsche Einträge anfechten. Jeder fehlerhafte Eintrag kann und sollte sofort schriftlich angefochten werden. Die SCHUFA hat dann 4 Wochen Zeit zu reagieren.
- Alle laufenden Schulden pünktlich bedienen. Auch kleine Beträge. Selbst eine vergessene 23-Euro-Rechnung beim Inkasso kann deinen Score empfindlich treffen.
- Kreditkarten nie voll ausreizen. Nutze maximal 30 % deines Kreditlimits. Ein ständig am Maximum laufendes Limit signalisiert finanzielle Anspannung.
- Keine unnötigen Kreditanfragen. Stelle nur Anträge, die du wirklich meinst. Nutze für Vergleiche immer Konditionsanfragen, keine Kreditanfragen.
- Alte Konten und Karten behalten. Ein altes Girokonto oder eine ältere Kreditkarte ohne Schulden ist eine lange, positive Geschichte. Nicht kündigen.
- Warten. Erledigte Negativeinträge werden nach 3 Jahren automatisch gelöscht. Zeit heilt SCHUFA-Wunden.
⚠️ Vorsicht vor Abzocke: Firmen, die gegen Geld versprechen, deinen SCHUFA-Score sofort zu verbessern oder negative Einträge zu löschen, sind unseriös. Was legal geht, kannst du selbst kostenlos tun.
Kostenlose Selbstauskunft – so geht's
📄Muss ich für die SCHUFA-Auskunft zahlen?
Nein – wenn du es richtig machst. Die SCHUFA bewirbt ihr Abo-Modell „meineSCHUFA" für monatliche Gebühren. Das brauchst du nicht. Du hast nach Art. 15 DSGVO jederzeit ein kostenloses Recht auf deine vollständige Datenkopie. Einfach auf meineSCHUFA.de unter „Datenkopie nach Art. 15 DSGVO" anfordern.
So bekommst du deine kostenlose SCHUFA-Datenkopie:
- Geh auf meineschufa.de und wähle „Datenkopie nach Art. 15 DSGVO"
- Registriere dich mit deinen persönlichen Daten (Name, Adresse, Geburtsdatum)
- Identifiziere dich per Personalausweis (Online-Ausweisfunktion oder Postident)
- Die Datenkopie wird dir als PDF zugeschickt – kostenlos und vollständig
- Prüfe alle Einträge sorgfältig auf Richtigkeit
✅ Tipp: Du kannst die Datenkopie jederzeit und so oft wie du willst anfordern. Es gibt keine Limit. Die SCHUFA muss innerhalb von 30 Tagen antworten.
Falscher Eintrag? So wehrst du dich
⚔️Was tue ich, wenn ein Eintrag falsch ist?
Sofort handeln. Art. 16 DSGVO gibt dir das Recht auf Berichtigung unrichtiger Daten. Schreibe einen formlosen Brief an die SCHUFA mit einem Nachweis (Kontoauszug, Quittung, Gerichtsbeschluss). Die SCHUFA muss dann prüfen und falsche Daten korrigieren – und dir das Ergebnis mitteilen.
Mustervorgehen bei falschem SCHUFA-Eintrag:
- Selbstauskunft anfordern und den falschen Eintrag identifizieren
- Beweise sammeln: Kontoauszüge, Zahlungsbelege, Schreiben des Gläubigers
- Formwirksamen Widerspruch schriftlich an SCHUFA senden (per Einschreiben mit Rückschein)
- SCHUFA hat 4 Wochen zur Prüfung – bei Ablehnung: Beschwerde beim Hessischen Datenschutzbeauftragten
- Alternativ: Beratung bei Verbraucherzentrale oder Schuldnerberatung
🚨 Wichtig: Ein richtiger negativer Eintrag kann nicht einfach gelöscht werden – egal wie laut du protestierst. Nur fehlerhafte oder veraltete Daten haben Anspruch auf Löschung. Wer dich von etwas anderem überzeugen will, lügt dich an.
Deine Rechte als Verbraucher
| Dein Recht | Rechtsgrundlage | So nutzt du es |
| Kostenlose Datenkopie | Art. 15 DSGVO, § 34 BDSG | meineSCHUFA.de → „Datenkopie" |
| Fehlerkorrektur verlangen | Art. 16 DSGVO | Schriftlich mit Nachweis an SCHUFA |
| Löschung beantragen | Art. 17 DSGVO, § 35 BDSG | Bei abgelaufener Frist oder Fehler |
| Verarbeitungswiderspruch | Art. 21 DSGVO | Nur bei berechtigtem Interesse |
| Beschwerde bei Aufsichtsbehörde | Art. 77 DSGVO | Hessischer Datenschutzbeauftragter |
| Auskunft über Datenweitergabe | Art. 15 Abs. 1 c) DSGVO | Wer hat deine Daten erhalten? |
⏳ Wie lange bleiben SCHUFA-Einträge gespeichert?
Eine der häufigsten Fragen – hier die klare Übersicht nach BDSG und DSGVO:
📋
12 Monate – Kreditanfragen
Anfragen von Banken und anderen Partnern bleiben 12 Monate sichtbar. Konditionsanfragen werden nicht gespeichert.
Tipp: Immer Konditionsanfrage stellen!
📱
12 Monate – Girokonto- und Kreditkarteneröffnungen
Wer innerhalb kurzer Zeit viele Konten eröffnet, fällt auf. Nach 12 Monaten werden diese Einträge gelöscht.
Maximal 2–3 neue Konten pro Jahr empfohlen
⚠️
3 Jahre – Erledigte Negativmerkmale
Beglichene Schulden, erledigte Mahnbescheide, abgeschlossene Inkassoforderungen: Sie bleiben 3 Jahre nach Erledigung gespeichert – auch wenn du alles bezahlt hast.
Datum der Erledigung notieren!
⚖️
3 Jahre – Insolvenz nach Restschuldbefreiung
Nach erfolgreicher Restschuldbefreiung wird die Insolvenz 3 Jahre später aus der SCHUFA gelöscht. Der EuGH hat 2023 entschieden, dass kürzere Fristen europarechtlich geboten sein könnten (Rs. C-634/21).
EuGH: Ggf. frühere Löschung möglich
✅
Laufende Kredite & Verträge – so lange aktiv
Aktive Verträge (Kredit, Kreditkarte, Girokonto) bleiben gespeichert bis zur Kündigung oder Beendigung. Das ist positiv – lange, saubere Vertragshistorie verbessert deinen Score.
Positiver Effekt!
🔒
Laufende Negativmerkmale – unbefristet
Nicht erledigte Schulden, laufende Insolvenzverfahren, aktive Pfändungen: Diese bleiben gespeichert, bis das zugrunde liegende Ereignis erledigt ist.
Erst erledigen, dann warten
FAQ – Die häufigsten Fragen zur SCHUFA
Wie lange bleiben negative SCHUFA-Einträge bestehen?
Erledigte Negativmerkmale (z. B. beglichene Schulden) werden 3 Jahre nach Erledigung gelöscht. Kreditanfragen bleiben 12 Monate sichtbar. Insolvenzen: 3 Jahre nach Restschuldbefreiung. Laufende negative Merkmale bleiben so lange gespeichert, bis sie erledigt sind.
Beeinflusst eine Kontoüberziehung (Dispo) meinen Score?
Ein gelegentlicher Dispo-Einsatz schadet nicht direkt. Problematisch wird es, wenn du dauerhaft am Limit bist oder der Dispo nicht zurückgezahlt werden kann und die Bank ein Inkassoverfahren einleitet. Dann gibt es einen negativen Eintrag.
Kann ich meine SCHUFA komplett löschen lassen?
Nein. Das ist rechtlich nicht möglich. Solange du in Deutschland lebst und Verträge schließt, werden Daten über dich gespeichert. Du kannst aber verlangen, dass fehlerhafte oder veraltete Einträge gelöscht werden. Richtige, aktuelle Daten bleiben gespeichert.
Was ist der Unterschied zwischen SCHUFA und Creditreform?
Die SCHUFA ist auf Privatpersonen spezialisiert. CRIF Bürgel und Creditreform konzentrieren sich stärker auf Unternehmen, speichern aber auch Privatdaten. Experian ist vor allem im Bereich E-Commerce, Telekommunikation und Betrugsprävention aktiv. Es ist möglich, bei einer Auskunftei einen negativen Eintrag zu haben, während eine andere keine Daten hat – deshalb lohnt es sich, bei allen eine kostenlose Selbstauskunft (Art. 15 DSGVO) anzufordern.
Schadet mir ein Kredit-Vergleich auf einem Portal?
Nur wenn der Anbieter eine Kreditanfrage stellt statt einer Konditionsanfrage. Seriöse Vergleichsportale wie Check24 oder Smava nutzen für den ersten Vergleich Konditionsanfragen – diese sind SCHUFA-neutral. Erst bei konkreter Antragstellung folgt eine echte Kreditanfrage.
Was passiert mit meiner SCHUFA, wenn ich ins Ausland ziehe?
Deine SCHUFA-Daten bleiben in Deutschland gespeichert. Wenn du zurückkommst, findest du sie noch vor – auch negative Einträge werden nicht durch einen Auslandsaufenthalt gelöscht. Im Ausland gibt es eigene Auskunfteien (z. B. Equifax in den USA, Creditsafe in der Schweiz).
Kann ich mit schlechtem SCHUFA-Score noch ein Konto eröffnen?
Ja! Jede Bank ist gesetzlich verpflichtet, dir ein Basiskonto (Pfändungsschutzkonto) zu eröffnen – egal wie dein SCHUFA-Score ist (§ 31 Zahlungskontengesetz). Außerdem bieten viele Neobanken (z. B. N26, Vivid) Konten ohne SCHUFA-Prüfung an.
Wie schnell reagiert die SCHUFA auf Korrekturen?
Die SCHUFA hat nach DSGVO 30 Tage Zeit, auf deine Anfrage zu reagieren. Bei eindeutigen Fehlern (z. B. Eintrag eines fremden Namens) geht es oft schneller. Schicke alles per Einschreiben und hebe den Beleg auf.
🆘 Dein SCHUFA-Notfallplan in 6 Schritten
1
Sofort Datenkopie anfordern
meineschufa.de → „Datenkopie nach Art. 15 DSGVO" – kostenlos
2
Alle Einträge prüfen
Jede Zeile auf Richtigkeit: Name, Datum, Betrag, Status
3
Fehler schriftlich anfechten
Per Einschreiben an SCHUFA – mit Nachweisen (Belege, Kontoauszüge)
4
Offene Schulden begleichen
Kleinste offene Posten zuerst – Inkasso-Beträge besonders gefährlich
5
Keine neuen Kreditanfragen
Mindestens 3 Monate keine echten Kreditanfragen stellen
6
Warten & Wiederholen
Nach 6 Monaten erneut Datenkopie anfordern und Verbesserung prüfen
⚖️ Haftungsausschluss & rechtlicher Hinweis
- SCHUFA® ist eine eingetragene Marke der SCHUFA Holding AG, Kormoranweg 5, 65201 Wiesbaden
- Dieses Angebot steht in keiner Verbindung zur SCHUFA Holding AG
- Alle Angaben basieren auf öffentlich zugänglichen Quellen (SCHUFA-Pressemitteilungen, DSGVO, BDSG)
- Keine Rechts- oder Finanzberatung. Bei konkreten Fragen: Verbraucherzentrale oder Rechtsanwalt
🎯 Jetzt Score verbessern – mit MyWage
Hol dir deinen vorzeitigen Gehaltsvorschuss und halte deine Finanzen im Griff – ganz ohne Kredit und ohne SCHUFA-Anfrage.
Kostenlos testen →
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Autorin
Monika
Senior-Finanzredakteurin | Bonität, SCHUFA & Kreditvergabe
Monika arbeitet seit über 15 Jahren im Bereich Verbraucherfinanzierung. Als frühere Kreditberaterin erklärt sie komplexe Finanzthemen verständlich und praxisnah – ohne Fachjargon.