Zum Inhalt springen
Geldentscheidungen · Folge 4

Was die SCHUFA wirklich über dich weiß

Fast jeder hat einen SCHUFA-Score — kaum jemand weiß, was drinsteckt und wie lange Einträge bleiben. Die gute Nachricht: Vieles verschwindet automatisch, und du hast mehr Rechte, als du denkst.

Inhalt

Das Wesentliche

SCHUFA in 30 Sekunden

  • Die SCHUFA speichert Verträge und Zahlungsverhaltennicht Gehalt, Vermögen oder Beruf.
  • Der Score läuft auf einer Skala von 100 bis 999. Wichtigster Faktor: pünktlich zahlen.
  • Vieles wird automatisch gelöscht: Anfragen nach 12 Monaten, beglichene Forderungen (100-Tage-Regel) nach 18 Monaten.
  • Einmal im Jahr kostenlose Datenkopie nach Art. 15 DSGVO — auf Fehler prüfen.
Infografik SCHUFA-Löschfristen: Kreditanfrage 12 Monate, beglichene Forderung nach der 100-Tage-Regel 18 Monate, abbezahlter Kredit 36 Monate. Score-Skala 100 bis 999, kostenlose Datenkopie einmal pro Jahr.
Was die SCHUFA speichert und wie lange: Kreditanfragen 12 Monate, beglichene Forderungen (100-Tage-Regel) 18 Monate, abbezahlte Kredite 36 Monate. Score-Skala 100–999. Quelle: SCHUFA-Regeln 2026 · Verbraucherzentrale · Art. 15 DSGVO.

Interaktiv

Was beeinflusst deinen Score gerade?

Beantworte vier Fragen — du bekommst eine Einordnung (kein echter Score) und konkrete Tipps, woran du drehen kannst.

    Grobe Einordnung zu Aufklärungszwecken — kein echter SCHUFA-Score und keine Bonitätsauskunft. Die SCHUFA berechnet den Score aus vielen Einzelmerkmalen.

    SCHUFA-Score-Skala im Detail

    Was die SCHUFA speichert — und was nicht #

    Die SCHUFA ist kein Überwachungsapparat, der alles über dich weiß. Gespeichert werden vor allem Vertragsdaten (Girokonten, Kreditkarten, Kredite, Handyverträge), dein Zahlungsverhalten und — falls vorhanden — Negativmerkmale wie titulierte Forderungen oder ein abgeschlossenes Insolvenzverfahren. Nicht gespeichert werden Kontostände, dein Gehalt, dein Vermögen, dein Beruf, Familienstand, Nationalität oder Religion. Wer glaubt, die SCHUFA kenne sein Einkommen, irrt.

    Wie der Score entsteht #

    Der SCHUFA-Score läuft auf einer Skala von 100 bis 999 und schätzt, wie wahrscheinlich du deine Zahlungen zuverlässig leistest — je höher, desto besser. Die wichtigsten Stellhebel sind:

    • Pünktliche Zahlungen — der mit Abstand stärkste Faktor.
    • Anzahl laufender Kredite und Konten — sehr viele gleichzeitig wirken riskanter.
    • Dauer der Kreditbeziehungen — ein lange geführtes Konto spricht für Stabilität.
    • Keine Negativeinträge — schon ein titulierter Zahlungsausfall zieht den Score deutlich nach unten.

    Seit der Neuerung 2026 nennt die SCHUFA die wichtigsten Kriterien transparenter als früher. Details zur Skala und was welcher Wert bedeutet, findest du im SCHUFA-Score-Erklärer.

    Wie lange Einträge bleiben #

    Der wichtigste Trost: Das meiste verschwindet von selbst. Diese Fristen solltest du kennen:

    • Kreditanfragen (Konditionsanfragen): nach 12 Monaten gelöscht — für andere Banken sind sie schon nach 10 Tagen unsichtbar.
    • Beglichene Forderungen (100-Tage-Regel): Wer eine offene Forderung innerhalb von 100 Tagen zahlt, dessen Eintrag bleibt nur noch 18 statt 36 Monate.
    • Abbezahlte Kredite: Löschung drei Jahre nach Abschluss.

    Details und weitere Fristen stehen in unserem Ratgeber Welche Daten speichert die SCHUFA?.

    Dein wichtigstes Recht

    Die kostenlose Datenkopie — einmal im Jahr

    Situation Viele erfahren erst bei einer Ablehnung, was in ihrer SCHUFA steht — und finden dort veraltete oder falsche Einträge.

    Was überrascht Nach Artikel 15 DSGVO hast du einmal im Jahr Anspruch auf eine kostenlose Datenkopie, die alle gespeicherten Daten zeigt. Fehler kommen häufiger vor als gedacht.

    Die Lektion: Hol dir einmal im Jahr deine Datenkopie und prüfe sie. Falsche oder erledigte Einträge kannst du korrigieren oder löschen lassen — das ist der schnellste Score-Hebel überhaupt.

    Quelle: Art. 15 DSGVO · Verbraucherzentrale.

    Häufige Fragen #

    Was speichert die SCHUFA über mich?

    Vor allem Vertragsdaten (Konten, Kreditkarten, Kredite, Handyverträge), das Zahlungsverhalten und – falls vorhanden – Negativmerkmale wie titulierte Forderungen. Kontostände, Gehalt, Beruf, Vermögen oder die Religion speichert die SCHUFA nicht.

    Wie wird der SCHUFA-Score berechnet?

    Der Score läuft auf einer Skala von 100 bis 999 und schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass du Zahlungen zuverlässig leistest. Wichtige Faktoren sind pünktliche Zahlungen, die Anzahl laufender Kredite und Konten, die Dauer der Kreditbeziehung und ob es Negativeinträge gibt. Einkommen und Vermögen fließen nicht ein.

    Wie lange bleiben Einträge in der SCHUFA gespeichert?

    Kreditanfragen (Konditionsanfragen) verschwinden nach 12 Monaten. Abbezahlte Kredite werden drei Jahre nach Abschluss gelöscht. Wird eine offene Forderung innerhalb von 100 Tagen beglichen, bleibt der Eintrag nur noch 18 Monate statt 36 Monate gespeichert.

    Wie bekomme ich meine SCHUFA-Daten kostenlos?

    Nach Artikel 15 DSGVO hast du einmal im Jahr Anspruch auf eine kostenlose Datenkopie. Diese zeigt alle gespeicherten Daten. Prüfe sie auf Fehler – falsche oder veraltete Einträge kannst du korrigieren lassen.

    Schadet eine Kreditanfrage meinem Score?

    Eine reine Konditionsanfrage ist SCHUFA-neutral und beeinflusst den Score nicht. Nur eine echte Kreditanfrage wird vermerkt – viele davon in kurzer Zeit können sich leicht negativ auswirken. Achte deshalb darauf, dass Vergleichsportale eine Konditionsanfrage stellen.

    Weiterlesen

    SCHUFA-neutral Konditionen prüfen

    Der FLORIN+ Kleinkredit stellt eine SCHUFA-neutrale Konditionsanfrage — dein Score bleibt unberührt, egal wie du dich entscheidest.

    Konditionen prüfen →Ein Angebot der MyWage GmbH