Was die SCHUFA speichert — und was nicht #
Die SCHUFA ist kein Überwachungsapparat, der alles über dich weiß. Gespeichert werden vor allem Vertragsdaten (Girokonten, Kreditkarten, Kredite, Handyverträge), dein Zahlungsverhalten und — falls vorhanden — Negativmerkmale wie titulierte Forderungen oder ein abgeschlossenes Insolvenzverfahren. Nicht gespeichert werden Kontostände, dein Gehalt, dein Vermögen, dein Beruf, Familienstand, Nationalität oder Religion. Wer glaubt, die SCHUFA kenne sein Einkommen, irrt.
Wie der Score entsteht #
Der SCHUFA-Score läuft auf einer Skala von 100 bis 999 und schätzt, wie wahrscheinlich du deine Zahlungen zuverlässig leistest — je höher, desto besser. Die wichtigsten Stellhebel sind:
- ✓ Pünktliche Zahlungen — der mit Abstand stärkste Faktor.
- ✓ Anzahl laufender Kredite und Konten — sehr viele gleichzeitig wirken riskanter.
- ✓ Dauer der Kreditbeziehungen — ein lange geführtes Konto spricht für Stabilität.
- ✓ Keine Negativeinträge — schon ein titulierter Zahlungsausfall zieht den Score deutlich nach unten.
Seit der Neuerung 2026 nennt die SCHUFA die wichtigsten Kriterien transparenter als früher. Details zur Skala und was welcher Wert bedeutet, findest du im SCHUFA-Score-Erklärer.
Wie lange Einträge bleiben #
Der wichtigste Trost: Das meiste verschwindet von selbst. Diese Fristen solltest du kennen:
- ✓ Kreditanfragen (Konditionsanfragen): nach 12 Monaten gelöscht — für andere Banken sind sie schon nach 10 Tagen unsichtbar.
- ✓ Beglichene Forderungen (100-Tage-Regel): Wer eine offene Forderung innerhalb von 100 Tagen zahlt, dessen Eintrag bleibt nur noch 18 statt 36 Monate.
- ✓ Abbezahlte Kredite: Löschung drei Jahre nach Abschluss.
Details und weitere Fristen stehen in unserem Ratgeber Welche Daten speichert die SCHUFA?.
Dein wichtigstes Recht
Die kostenlose Datenkopie — einmal im Jahr
Situation Viele erfahren erst bei einer Ablehnung, was in ihrer SCHUFA steht — und finden dort veraltete oder falsche Einträge.
Was überrascht Nach Artikel 15 DSGVO hast du einmal im Jahr Anspruch auf eine kostenlose Datenkopie, die alle gespeicherten Daten zeigt. Fehler kommen häufiger vor als gedacht.
Die Lektion: Hol dir einmal im Jahr deine Datenkopie und prüfe sie. Falsche oder erledigte Einträge kannst du korrigieren oder löschen lassen — das ist der schnellste Score-Hebel überhaupt.
Quelle: Art. 15 DSGVO · Verbraucherzentrale.