FLORIN+ Rechner Elterngeld-Planer

Elterngeld-Planer · Basis · Plus · Kombi

Wie viel Elterngeld bekommst du wirklich?

Netto-Slider verschieben, Monate wählen — der Planer berechnet Basis-Elterngeld, ElterngeldPlus, Geschwisterbonus und warnt vor der Steuer-Falle Progressionsvorbehalt.

67 % / 65 % Ersatzrate Geschwisterbonus +10 % Basis vs. Plus vs. Kombi Progressionsvorbehalt-Warnung
30-Sek-Check

Elterngeld-Faustregeln 2026

Was du vor der Antragsstellung wissen musst.

  • 67 % deines Vor-Geburts-Nettos — bei Netto ≤ 1.000 €.
  • 65 % — bei Netto ≥ 1.200 €. Linear interpoliert dazwischen.
  • Min 300 € · Max 1.800 € Basis-Elterngeld pro Monat.
  • ElterngeldPlus = 50 % der Basis-Rate, aber doppelt so lange.
  • Geschwisterbonus +10 % (mind. 75 €) bei älterem Kind unter 3 Jahren.
  • Progressionsvorbehalt: Elterngeld zählt zum Steuersatz des Partner-Einkommens.
★★★★★ 4,9 · Tarif-Stand 2026 (BEEG § 2)

So funktioniert der Planer

01

Netto vor der Geburt

Durchschnitt der letzten 12 Monate — bei Mutter ggf. Mutterschutz-Monate ausschließen.

02

Monate & Art

Basis (1–14 Monate) · Plus (50 %, doppelte Länge) · Kombi.

03

Steuer-Falle prüfen

Partner-Einkommen + Steuerklasse → Progressionsvorbehalt-Warnung im Result.

Rechner

Dein Elterngeld-Plan

Eingaben links — live Berechnung rechts. Werte aktualisieren beim Verschieben.

Eingaben

Netto vor Geburt2.500 €
500 €5.000 €
Bezugs-Monate12 Monate
2 Mon.14 Mon.
Variante
Geschwisterbonus
Älteres Kind unter 3 Jahren · +10 % (mind. 75 €)

Optional: Steuer-Falle prüfen

Partner-Einkommen / Jahr (zu versteuern)
Steuerklasse (Partner)

Hinweis: Schwellen, Min/Max, Ersatzsätze nach BEEG § 2. Progressions-Tarif vereinfacht nach EStG § 32a Stand 2026 (Grundfreibetrag 12.348 €). Für den verbindlichen Antrag siehe Elterngeldstelle.

Gesamt-Elterngeld

0 €

über 0 Monate

Basis pro Monat

0 €

0 % Ersatzrate

ElterngeldPlus pro Monat

0 €

50 % der Basis, doppelte Länge

Progressionsvorbehalt

+0 € Steuer

Das Elterngeld erhöht den Steuersatz des Partner-Einkommens — rechne mit dieser Mehrbelastung bei der Steuererklärung.

Anwendungsfälle

Wann brauchst du diesen Rechner?

Vier typische Situationen, in denen sich der Aufruf konkret rechnet:

1
Vor dem Antrag

Bevor du bei der Elterngeldstelle einreichst — schwarz auf weiß die echten Zahlen pro Monat.

2
Basis vs. Plus vs. Kombi

Was passt zu deiner Lebenssituation? Variante per Klick wechseln, Total ändert sich live.

3
Progressions-Falle vermeiden

Wie viel Steuer zahlt der Partner zusätzlich? Warn-Karte zeigt es vor der Antragsstellung.

4
Partner-Gespräch

Mit konkreten Zahlen entscheiden, wer wie viele Monate übernimmt.

i
Wie wird das berechnet?

Berechnung nach BEEG § 2 mit Ersatzrate 67 % (Netto bis 1.000 €) bzw. 65 % (ab 1.200 €), Geschwisterbonus +10 % (mind. 75 €). Progressionsvorbehalt vereinfacht nach EStG § 32a Stand 2026 (Grundfreibetrag 12.348 €).

Häufige Fragen zum Elterngeld

Wer hat Anspruch auf Elterngeld?

Elterngeld bekommt, wer ein Kind selbst betreut, mit dem Kind in einem Haushalt lebt, höchstens 32 Wochenstunden arbeitet und seinen Wohnsitz in Deutschland hat. Auch Selbstständige, Studierende und Arbeitslose sind anspruchsberechtigt — sie erhalten dann den Mindestbetrag von 300 €.

Seit 1. April 2024 entfällt der Anspruch bei einem zu versteuernden Einkommen über 200.000 €/Jahr (Paar) bzw. 150.000 €/Jahr (Alleinerziehende).

Was ist der Progressionsvorbehalt?

Elterngeld ist steuerfrei, erhöht aber den persönlichen Steuersatz auf die übrigen Einkünfte (z. B. Partner-Gehalt). Dadurch kann es bei der Steuererklärung zu einer Nachzahlung kommen.

Faustregel: Bei 1.500 €/Monat Elterngeld über 12 Monate und Partner-Gehalt 50.000 €/Jahr beträgt die Mehrsteuer typischerweise 1.500–2.500 €.

Wann lohnt sich ElterngeldPlus statt Basis?

ElterngeldPlus zahlt 50 % der Basis-Rate, aber doppelt so lange. Lohnt sich, wenn du während des Bezugs teilzeit arbeitest (max. 32 Std.) — dann ist die Anrechnung milder als beim Basiselterngeld.

Außerdem: 4 Partnerschaftsbonus-Monate bei Plus, wenn beide Elternteile gleichzeitig 24–32 Std. arbeiten.

Wie wird das Netto vor der Geburt berechnet?

Maßgeblich ist das Durchschnitts-Netto der letzten 12 Monate vor dem Geburtsmonat (bzw. Beginn Mutterschutz). Bei der Mutter wird der Mutterschutz-Zeitraum nicht mitgezählt — sondern die 12 Monate davor.

Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld zählen nicht mit. Bei Selbstständigen wird der Gewinn des letzten abgeschlossenen Wirtschaftsjahres herangezogen.

Wann beantragen?

Spätestens 3 Monate nach Geburt — sonst werden rückwirkende Monate gestrichen. Zuständig: Elterngeldstelle deines Bundeslandes (z. B. ELFE-Online in Bremen, Bayern, NRW).

Tipp: Antrag direkt nach Geburtsurkunde stellen — die erste Zahlung kommt typisch 6–10 Wochen nach Antragsstellung.

Kann ich Elterngeld während Teilzeit beziehen?

Ja — bis 32 Wochenstunden. Das Teilzeit-Gehalt wird auf den Elterngeld-Anspruch angerechnet: Es zählt nur die Differenz zwischen Vor- und Während-Geburt-Netto.

Bei ElterngeldPlus ist die Anrechnung milder — daher lohnt sich Plus oft mehr, wenn du arbeitest.

Fazit

Die kluge Aufteilung von Basis- und ElterngeldPlus zwischen den Eltern holt oft mehr heraus.

Einordnung

Basiselterngeld (12+2 Monate) ersetzt 65 % des Netto; ElterngeldPlus halbiert den Betrag, verdoppelt die Dauer und passt zur Teilzeit.

Gut zu wissen

Der Partnerschaftsbonus bringt zusätzliche Monate, wenn beide gleichzeitig Teilzeit (24–32 Std) arbeiten — ein oft ungenutzter Hebel.

Quellen: BEEG; § 32a EStG (BMF-Tarif 2026). Stand: Juni 2026.