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Stand 22.09.2026

Freiwillige Krankenversicherung 2026: Was kostet die GKV für Selbstständige?

Wer nicht pflichtversichert ist, kann sich freiwillig gesetzlich versichern. Der Beitrag richtet sich nach dem gesamten Einkommen — mit einer Untergrenze und einer Obergrenze.

Antwort in 20 Sekunden

Bei der freiwilligen GKV zählt das gesamte Einkommen (Arbeitseinkommen, Mieten, Kapitalerträge, Renten). Darauf gilt der Beitragssatz von 14,6 % (mit Krankengeld) oder 14,0 % (ermäßigt, ohne Krankengeld) plus Zusatzbeitrag (Ø 2,9 %) und Pflegeversicherung. Nach unten greift die Mindestbemessung von 1.318,33 €/Monat, nach oben die Beitragsbemessungsgrenze von 5.812,50 €/Monat.

Quellen: §§ 240–243 SGB V, GKV-Spitzenverband (Mindestbemessung 2026), BMG · Stand: 22.09.2026

Wer ist freiwillig versichert?

Beitrag 2026: Von der Unter- bis zur Obergrenze

Größe 2026WertBedeutung
Allgemeiner Beitragssatz14,6 %mit Anspruch auf Krankengeld
Ermäßigter Beitragssatz14,0 %ohne Krankengeld (z. B. wer sich das selbst absichert)
Durchschnittlicher Zusatzbeitrag2,9 %kassenindividuell, kommt hinzu
Mindestbemessungsgrundlage1.318,33 € / Monatdarunter wird so gerechnet, als verdiene man so viel
Beitragsbemessungsgrenze5.812,50 € / Monatdeckelt den Beitrag nach oben
Max. Gesamtbeitrag (KV + PV)rund 1.261 € / Monatan der Bemessungsgrenze

Freiwillig gesetzlich oder privat?

Wer über der Versicherungspflichtgrenze verdient oder selbstständig ist, hat die Wahl zwischen freiwilliger GKV und privater Krankenversicherung (PKV). Die GKV rechnet nach Einkommen und versichert Familienangehörige oft beitragsfrei mit; die PKV rechnet nach Alter, Gesundheit und Tarif. Welches System für dich in Frage kommt, zeigt der PKV-oder-GKV-Check; die Unterschiede erklärt der Ratgeber GKV vs. PKV.

Häufige Fragen

Wer ist freiwillig gesetzlich krankenversichert?

Vor allem Selbstständige und Freiberufler sowie Angestellte über der Versicherungspflichtgrenze (2026: 77.400 € im Jahr), die in der GKV bleiben wollen. Auch Studierende nach dem 30. Lebensjahr und manche Rentner ohne KVdR-Anspruch.

Wie wird der Beitrag berechnet?

Es zählt das gesamte Einkommen: Arbeitseinkommen, Miet- und Kapitaleinkünfte sowie Renten. Darauf werden 14,6 % (mit Krankengeld) oder 14,0 % (ohne), der Zusatzbeitrag und die Pflegeversicherung angewandt.

Wie hoch sind Mindest- und Höchstbeitrag 2026?

Unterhalb der Mindestbemessungsgrundlage von 1.318,33 € im Monat wird so gerechnet, als hätte man dieses Einkommen. Nach oben deckelt die Beitragsbemessungsgrenze von 5.812,50 € im Monat; der maximale Gesamtbeitrag zur Kranken- und Pflegeversicherung liegt bei rund 1.261 € im Monat.

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