RVG-Gebühren + Mahnkosten + Verzugszinsen prüfen. Live-Berechnung der maximal zulässigen Forderung — mit Überforderungs-Warnung und Muster-Widerspruch.
Definition · Stand 2026
Ein Inkassounternehmen darf für die Beitreibung einer Forderung nur die tatsächlich entstandenen, erstattungsfähigen Kosten verlangen — im Kern eine Geschäftsgebühr nach Nr. 2300 VV RVG, echte Mahnkosten und Verzugszinsen. Höhere Pauschalen sind unzulässig.
Quelle: RVG (Nr. 2300 VV) · § 288, § 309 Nr. 5 BGB · BGH VIII ZR 95/18 · Stand 2026
Das Wesentliche
Inkasso-Kosten in 5 Punkten.
Inkassokosten sind gedeckelt: max. eine 1,3-Geschäftsgebühr nach Nr. 2300 VV RVG, gestaffelt nach Streitwert — bei einfachen, unbestrittenen Forderungen und erster Mahnung sogar nur 0,9 (in ganz einfachen Fällen 0,5), § 4 RDGEG.
Mahngebühren nur in tatsächlicher Höhe: pauschale „Mahnkosten" über echten Porto-/Materialkosten sind unzulässig; eine 2,50-€-Pauschale hat der BGH sogar gekippt (§ 309 Nr. 5 BGB; BGH VIII ZR 95/18).
Verzugszinsen: 5 Prozentpunkte über Basiszins bei Verbrauchern (§ 288 BGB).
Gerichtskosten erst ab Mahnbescheid — vorgerichtlich darf kein Gerichtskostenanteil gefordert werden.
Überhöhte Forderung? Du musst nur den maximal zulässigen Betrag zahlen — der Rest ist bestreitbar.
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