MyWageResearch · Pressemitteilung 06/12
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MyWage Research · Report 06 / 12 · Wohnen & Mieten
Veröffentlicht: 8. Mai 2026  ·  Released: May 8, 2026

Neuvertragsmieten 43 % über dem Bestand — Mieten belasten Haushalte strukturell

Wohnen und Mietbelastung in Deutschland 2025/2026

Angebotsmiete München (Bestandsbau, Q2 2026): 20,12 Euro/m² — Neubau 27,16 Euro/m²
Angebotsmiete Berlin (Bestandsbau, Q2 2026): 13,18 Euro/m² — Neubau 21,04 Euro/m²
Angebotsmiete Wiedervermietung bundesweit 2025: 11,11 Euro/m² (+3,5 %, BBSR)

Pressemitteilung — Zur sofortigen Veröffentlichung

Wer eine Wohnung neu anmietet, zahlt deutlich mehr als Bestandsmieter: Inserierte Wohnungen kosteten bei Wiedervermietung 2025 bundesweit 11,11 Euro pro Quadratmeter, rund 43 Prozent mehr als die Bestandsmiete (BBSR). In München werden für Bestandswohnungen 20,12 Euro aufgerufen, in Berlin 13,18 Euro (ImmoScout24, Q2 2026), während die durchschnittliche Nettokaltmiete im Bestand laut Zensus 2022 bei 7,28 Euro liegt. Wohnen ist der stärkste Hebel für finanzielle Instabilität.

11,2 Prozent der Bevölkerung leben in Haushalten, deren Wohnkosten 40 Prozent des verfügbaren Einkommens übersteigen — die EU-Schwelle für Wohnkostenüberbelastung (EU-SILC 2025). Mieterhaushalte zahlen im Schnitt 27,9 Prozent ihres Nettoeinkommens für die Bruttokaltmiete (Mikrozensus 2022). Nach MyWage-Plattformdaten liegt der Median bei Nettoeinkommen unter 2.000 Euro bei 42 Prozent.

Ursache des anhaltenden Drucks: stark gestiegene Baukosten (Materialien +35–50 % seit 2020), hohe Bauzinsen (2022–2024: 3,5–4,5 %) und Fachkräftemangel bremsen den Wohnungsbau. Die Wohneigentumsquote liegt bei 47,2 Prozent — EU-Schlusslicht bei einem EU-Durchschnitt von 68 Prozent (2024).

Der Neubau ist eingebrochen: 2025 wurden nur 206.600 Wohnungen fertiggestellt — der Tiefstwert seit 2012 —, während 760.700 genehmigte Wohnungen unfertig bleiben. MyWage-Daten zeigen: In Regionen mit hoher Mietbelastung ist die Nachfrage nach Budgetierungs- und Kredittools signifikant höher.

“Wohnen ist in Deutschland zum Luxus geworden. Wer in einer Großstadt unter 35 ist und zur Miete lebt, gibt im Schnitt mehr als ein Drittel seines Nettoeinkommens allein für die Kaltmiete aus. Das ist der stärkste Hebel für finanzielle Instabilität — und gleichzeitig der Bereich, in dem der Staat am meisten gefordert ist.”

Robert Moukabary — Gründer, MyWage GmbH

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Robert Moukabary · Gründer MyWage GmbH & FLORIN+
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Korrekturhinweis (04.10.2026): Einzelne Kennzahlen wurden auf amtliche Primärquellen aktualisiert. Den vollständigen, laufend gepflegten Datenstand finden Sie im Report: florinplus.de/mywageresearch/mietbelastung-deutschland.

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