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Energie & Investment

PV-Rendite-Rechner 2026 — was bringt die Solaranlage wirklich?

Einspeisevergütung 2026: 7,94 ct/kWh bei Teileinspeisung. Eigennutzung spart aber 30–35 ct/kWh. Dazu Speicher, Wärmepumpe und steigende Strompreise durch CO2-Preis 2027 — und die Rechnung wird interessant. Hier ist die ehrliche Wirtschaftlichkeit.

So funktioniert der Rechner

Drei einfache Schritte zur klaren Wirtschaftlichkeits-Bilanz.

SCHRITT 1

Anlagen-Daten eintragen

Größe (kWp), Investitionskosten, Strompreis. Plus: Hast du Speicher? Wärmepumpe? E-Auto? Jedes Element treibt die Eigennutzung.

SCHRITT 2

Erträge live ablesen

Eigennutzungs-Ersparnis + Einspeisungs-Erlös pro Jahr. Plus: Wartung, Zähler-Gebühren, Wechselrichter-Tausch nach 10–12 Jahren.

SCHRITT 3

Amortisation prüfen

Jahre bis zur Amortisation + 20-Jahre-Gesamtertrag. Drei Status-Bänder: schlecht > 14 J, mittel 10–14 J, gut < 10 J.

Deine Anlage

Werte aus Angebot oder Schätzung. Annahmen 2026: 950 kWh/kWp Sonnenertrag, halbjährliche Degression Einspeise 1 %.

Anlagen-Daten
kWp
Speicher
Verbrauch & Strompreis
kWh/J
ct/kWh
Bonus-Verbraucher

Wann lohnt sich PV besonders?

Vier Konstellationen, in denen die Anlage besonders schnell amortisiert.

Mit Wärmepumpe + E-Auto

Eigennutzungs-Quote steigt von 25 auf 70 %. Bei 12 kWp + 8 kWh Speicher: Amortisation in 8–9 Jahren statt 14.

Bei hohem Strompreis

Jeder Cent über 30 ct/kWh verschiebt die Rechnung deutlich Richtung Eigenverbrauch. CO2-Preis 2027 (ETS2) treibt das weiter.

Vor Heizungs-Investition

Wer 2026/27 Wärmepumpe plant: PV sofort dazu. Synergie aus Wärmepumpe-Strom + Eigenverbrauch macht beide Investitionen rentabler.

Mit Kleinkredit-Finanzierung

KfW 270 (Erneuerbare Energien) bietet 4–6 % eff. für PV. FLORIN+ Kleinkredit als Eigenanteil-Brücke (SCHUFA-neutral).

Formel: Ertrag = Eigenverbrauch × Strompreis + Einspeisung × 7,94 ct/kWh.
Eigennutzungs-Quote: ohne Speicher 25–35 %, mit Speicher 60–75 %, plus WP+E-Auto bis 85 %.

Quellen & Rechtsgrundlagen

Alle Werte aus EEG, Steuerrecht und BMWK-Quellen. Stand: Juni 2026.

  • EEG § 48 (Solaranlagen). Einspeisevergütung 2026: 7,94 ct/kWh für Teileinspeisung bis 10 kWp, 12,60 ct/kWh bei Volleinspeisung. Halbjährliche Degression 1 % (EEG § 49). Garantie 20 Jahre ab Inbetriebnahme.
  • § 12 Abs. 3 UStG — Nullsteuersatz. Seit 2023: keine MwSt auf Photovoltaik-Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden. Gilt auch für Speicher.
  • § 3 Nr. 72 EStG — Einkommensteuer-Befreiung. Seit 2023: Anlagen bis 30 kWp (EFH) bzw. 100 kWp (MFH) komplett von Einkommensteuer befreit. Keine Anlage EÜR mehr nötig.
  • KfW 270 (Erneuerbare Energien Standard). Kredit-Programm für PV + Speicher. Konditionen 2026: ab 4,5 % eff. je nach Bonität. Laufzeit bis 30 Jahre, tilgungsfreie Anlaufjahre möglich.
  • BMWK-Statistik 2024. Durchschnittlicher Sonnenertrag in Deutschland: 950–1.000 kWh/kWp/Jahr. Norddeutschland 850 kWh, Süddeutschland 1.050 kWh.
  • Fraunhofer ISE PV-Kosten-Studie 2024. Anlagen-Preise gefallen von 1.800 €/kWp (2020) auf 1.000–1.500 €/kWp (2024). Speicher: 700–1.000 €/kWh.

Häufige Fragen

Was du zur PV-Rendite 2026 wissen solltest.

Wie hoch ist die Einspeisevergütung 2026?
Anlagen bis 10 kWp: 7,94 ct/kWh (Teileinspeisung) bzw. 12,60 ct/kWh (Volleinspeisung). Für Anteile über 10 kWp: 6,88 ct bzw. 10,56 ct/kWh. Garantie für 20 Jahre ab Inbetriebnahme. Halbjährlich um 1 % degressiv.
Wie hoch ist die Eigennutzungs-Quote?
Ohne Speicher: 25–35 % (nur Tag-Zeit, Profil-Effekt). Mit Speicher: 60–80 %. Plus Wärmepumpe und E-Auto: bis 90 %. Die Eigennutzung ist der wichtigste Hebel — 1 kWh selbst verbraucht spart 30–35 ct Strom, 1 kWh eingespeist bringt nur 8 ct.
Ist die PV-Anlage steuerfrei?
Bei Kleinanlagen bis 30 kWp (auf EFH/MFH-Dach) gilt seit 2023 der Nullsteuersatz nach § 12 Abs. 3 UStG — keine MwSt auf Kauf und Installation. Plus: Einkommensteuer-Befreiung nach § 3 Nr. 72 EStG für selbe Anlagen — keine Anlage EÜR mehr nötig.
Lohnt sich ein Speicher?
Bei reiner Wirtschaftlichkeit: meist nein. Speicher kostet 6.000–10.000 € und bringt 200–400 €/Jahr mehr Eigenverbrauch. Amortisation: 15–25 Jahre. Lohnt sich aus drei Gründen trotzdem: Unabhängigkeit, Notstrom-Funktion, Überbrückung der Nachtstunden für Wärmepumpe/E-Auto.
Was passiert nach 20 Jahren EEG-Frist?
Nach 20 Jahren läuft die EEG-Garantie aus. Anlage produziert weiterhin — aber Einspeisung wird zum Marktpreis vergolten (typisch 4–7 ct/kWh 2024). Wirtschaftlich: Eigennutzung wird noch wichtiger. Modul-Lebensdauer 30–35 Jahre, also weitere 10–15 Jahre Ertrag.
Wie finanziere ich die Anlage?
Drei Wege: (1) Eigenkapital — größte Rendite, da keine Zinsen. (2) KfW 270 — Förderkredit ab 4,5 % eff., bis 30 Jahre Laufzeit. (3) Kleinkredit — für Eigenanteile oder kurzfristige Finanzierung. FLORIN+ Kleinkredit mit SCHUFA-neutraler Vorprüfung.