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Ehegattensplitting 2026: Ersparnis berechnen

Das Ehegattensplitting ist eine besondere Berechnungsmethode für die Einkommensteuer von Ehepaaren. Bei der gemeinsamen Veranlagung werden die Einkommen beider Partner addiert, dann halbiert, die Steuer für den halben Betrag berechnet und anschließend verdoppelt. Klingt komplizie

Sophia Wagner
Sophia Wagner
·18. April 2026·2 min Lesezeit
Inhalt

Was ist das Ehegattensplitting? #

Das Ehegattensplitting ist eine besondere Berechnungsmethode für die Einkommensteuer von Ehepaaren. Bei der gemeinsamen Veranlagung werden die Einkommen beider Partner addiert, dann halbiert, die Steuer für den halben Betrag berechnet und anschließend verdoppelt. Klingt kompliziert – hat aber einen enormen Vorteil bei ungleichen Einkommen.

Der Effekt: Da die Einkommensteuer progressiv ist (höheres Einkommen = höherer Steuersatz), führt die Halbierung dazu, dass der "gespiegelte" Steuersatz niedriger ist. Beide Partner profitieren vom günstigeren Steuersatz des Geringerverdienenden.

Rechenbeispiel: So groß ist der Vorteil #

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Tipp

📊 Beispiel:
Partner A verdient 80.000 €, Partner B 20.000 € pro Jahr.

Getrennte Veranlagung:
Steuer A: ca. 22.000 € | Steuer B: ca. 1.500 € | Gesamt: ca. 23.500 €

Gemeinsame Veranlagung (Splitting):
Einkommen: 100.000 € / 2 = 50.000 € × 2 | Steuer: ca. 10.500 € × 2 = ca. 21.000 €

Splittingvorteil: ca. 2.500 € pro Jahr

Je größer der Einkommensunterschied, desto mehr Ersparnis #

Das Splitting lohnt sich umso mehr, je weiter die Einkommen auseinanderliegen. Wenn einer der Partner gar kein Einkommen hat (z.B. Elternzeit oder Teilzeit), ist der Effekt maximal. Bei gleichen Einkommen gibt es keinen Splittingvorteil.

Je größer der Einkommensunterschied, desto mehr Ersparnis
Einkommen A / BSteuervorteil/Jahr (ca.)
60.000 / 60.0000 € (gleich)
80.000 / 40.000ca. 1.200 €
80.000 / 20.000ca. 2.500 €
80.000 / 0 €ca. 5.000–8.000 €

Steuerklassen optimieren: III/V oder IV/IV? #

Ehepaare können zwischen verschiedenen Steuerklassenkombinationen wählen, die den monatlichen Nettolohn beeinflussen:

  • IV / IV: Beide Partner haben gleiche Steuerklasse – ideal bei ähnlichen Einkommen. Keine Nachzahlungen bei der Steuererklärung.
  • III / V: Der Besserverdienende wählt III (günstigere Steuer), der andere V (höhere Steuer). Monatlich mehr Netto für A, aber Nachzahlung bei der Jahreserklärung wenn die Gesamtsteuer zu niedrig war.
  • IV / IV mit Faktor: Genaueste Methode – das Finanzamt berechnet einen Faktor, der die Steuerlast gleichmäßig verteilt. Kaum Nachzahlung, aber Antrag beim Finanzamt erforderlich.

Gemeinsame vs. getrennte Veranlagung #

In der Steuererklärung kannst du jedes Jahr wählen, ob du gemeinsam oder getrennt veranlagt werden möchtest. Die Regel: Die gemeinsame Veranlagung ist fast immer günstiger. Eine Ausnahme gibt es in seltenen Fällen (z.B. wenn ein Partner sehr hohe außergewöhnliche Belastungen hat, die durch das Splitting schlechter angerechnet werden).

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Tipp

Empfehlung: Lass vom FLORIN+ Ehegattensplitting-Rechner berechnen, wie viel ihr durch die optimale Veranlagung sparen könnt. Mit wenigen Klicks siehst du den Unterschied zwischen gemeinsamer und getrennter Veranlagung.

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Häufige Fragen (FAQ) #

Häufige Fragen

Lohnt sich das Ehegattensplitting immer?

Nein, nicht immer. Das Splitting lohnt sich nur, wenn die Einkommen der Partner unterschiedlich hoch sind. Bei exakt gleichen Einkommen ist der Splittingvorteil null. Je größer der Einkommensunterschied, desto höher die Ersparnis. Bei einem Alleinverdiener-Haushalt ist der Effekt am größten.

Wie beantrage ich das Ehegattensplitting?

Du musst nichts separat beantragen. Wenn du in der Steuererklärung die 'gemeinsame Veranlagung' wählst, wird das Splitting automatisch angewendet. In ELSTER oder Steuer-Apps wählst du einfach 'verheiratet, gemeinsam' aus.

Gilt das Ehegattensplitting auch für eingetragene Lebenspartnerschaften?

Ja. Seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts 2013 und der Öffnung der Ehe 2017 gilt das Ehegattensplitting auch für eingetragene Lebenspartner und gleichgeschlechtliche Ehepaare.

Welche Steuerklasse ist besser: III/V oder IV/IV?

Das hängt von eurer Situation ab. III/V gibt dem Besserverdienenden mehr Nettolohn monatlich, führt aber zu einer Nachzahlung bei der Jahreserklärung. IV/IV ist ausgewogener und vermeidet Nachzahlungen. IV/IV mit Faktor ist die genaueste Methode. Generell empfohlen: III/V wenn die Gehälter stark auseinandergehen (mehr als 60/40), sonst IV/IV.

Was passiert beim Ehegattensplitting bei Scheidung?

Wenn ihr euch scheidest, gilt das Splitting noch für das Jahr der Trennung – sofern ihr noch einen Teil des Jahres zusammengelebt habt. Ab dem Folgejahr wird jeder Partner wieder einzeln veranlagt.

Sophia Wagner
Über den Autor
Sophia Wagner
Investment-Redaktion, FLORIN+

Sophia begleitet Einsteiger durch ihre ersten Investment-Entscheidungen. Schwerpunkt: einfache, kostengünstige Strategien ohne Bank-Sprech.

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