⛔ BaFin-Warnliste · Fortlaufend aktualisiert

Aktuelle Warnliste:
Fake-Kreditplattformen & unerlaubte Kreditangebote

Die BaFin veröffentlicht laufend Warnungen vor Anbietern, die in Deutschland Bankgeschäfte ohne Erlaubnis betreiben. Wir sammeln diese Meldungen, ergänzen sie um Hinweise der Verbraucherzentralen und des Bundeskriminalamts – und erklären, woran man solche Angebote erkennt.

23+ Konkrete Fälle
BaFin Primärquelle
2024–2026 Zeitraum
4 Betrugstypen
Rechtlicher Hinweis: Alle aufgeführten Fälle basieren auf öffentlich zugänglichen Quellen (BaFin, Verbraucherzentrale Bundesverband, BKA, Polizeiliche Kriminalprävention). Die BaFin-Warnungen beschreiben Verdachtslagen und Ermittlungen – keine rechtskräftigen Urteile. FLORIN+ erhebt keine eigenständigen Anschuldigungen gegen Personen oder Unternehmen.
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Konkrete BaFin-Warnungen 2024–2026

Die BaFin ist als Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht verpflichtet, Verbraucher über unerlaubt tätige Anbieter zu informieren. Jede der folgenden Warnungen ist eine offizielle Meldung nach § 37 Abs. 4 KWG – mit direktem Link zur Originalquelle.

Aktiv gewarnt Unerlaubtes Kreditgeschäft BaFin

Diantrag Kredit – diantrag.com

27. März 2026 Quelle: BaFin-Verbrauchermitteilung

Die BaFin warnt vor angeblichen Kreditangeboten von „Diantrag Kredit" unter der Domain diantrag.com. Die Betreiber bieten nach BaFin-Erkenntnissen Kredite ohne die nach dem Kreditwesengesetz erforderliche Erlaubnis an. Über die tatsächlichen Betreiber liegen keine gesicherten Angaben vor.

Warnsignale
  • Keine BaFin-Zulassung für Bankgeschäfte
  • Kreditangebote ohne überprüfbaren Unternehmenssitz
  • Fehlende Angaben im Impressum
→ Originalwarnung auf bafin.de
Aktiv gewarnt Websitereihe BaFin

schnellerkredits.com / kreditsnavigations.com / pics-kredit.com

3. März 2026 Quelle: BaFin-Verbrauchermitteilung

Die BaFin warnte am 3. März 2026 zeitgleich vor drei nahezu identisch aufgebauten Websites, die angebliche Kreditangebote ohne die erforderliche Erlaubnis anbieten. Solche Websitereihen – gleicher Code, unterschiedliche Domain – entstehen typischerweise nach dem Muster der sogenannten „Clone Sites": Eine Domain wird gesperrt, die nächste geht online.

Warnsignale
  • Drei koordinierte Domains, identische Websitestruktur
  • Keine BaFin-Erlaubnis für Bankgeschäfte
  • Domain-Muster deutet auf serielle Betrugsstrategie hin
→ Originalwarnung auf bafin.de
Aktiv gewarnt Unerlaubtes Kreditgeschäft BaFin

finexokredit.com

3. März 2026 Quelle: BaFin-Verbrauchermitteilung

Die BaFin warnt vor Kreditangeboten auf finexokredit.com. Die Betreiber führen Bankgeschäfte ohne die erforderliche Erlaubnis durch. Die Warnung wurde zeitgleich mit der Reihenwarnung zu schnellerkredits.com veröffentlicht, was auf eine koordinierte Kampagne hindeutet.

Warnsignale
  • Unerlaubte Bankgeschäfte
  • Keine BaFin-Aufsicht
→ Originalwarnung auf bafin.de
Aktiv gewarnt Falsche BaFin-Angabe BaFin

aurexk-pital.com – behauptet fälschlich BaFin-Aufsicht

9. Februar 2026 Quelle: BaFin-Verbrauchermitteilung

Besonders dreist: Die Betreiber von aurexk-pital.com behaupten laut BaFin, von der Bundesanstalt beaufsichtigt zu werden – was schlicht falsch ist. Die BaFin warnt ausdrücklich vor dieser Behauptung. Anbieter, die fälschlich auf BaFin-Regulierung hinweisen, versuchen damit gezielt, das Vertrauen ahnungsloser Verbraucher zu erschleichen.

Warnsignale
  • Falsche Angabe einer BaFin-Zulassung
  • Tatsächlich keine Erlaubnis für Bankgeschäfte
  • Überprüfung über BaFin-Unternehmensdatenbank möglich und empfehlenswert
→ Originalwarnung auf bafin.de
Aktiv gewarnt Unerlaubtes Kreditgeschäft BaFin

scfinanz-ugco.com

10. Februar 2026 Quelle: BaFin-Verbrauchermitteilung

Die BaFin warnt vor angeblichen Kreditangeboten auf scfinanz-ugco.com. Die Betreiber bieten Bankgeschäfte ohne die nach KWG erforderliche Erlaubnis an. Zu Betreiberidentität und Sitz lagen der BaFin bei Veröffentlichung keine gesicherten Angaben vor.

Warnsignale
  • Fehlende KWG-Erlaubnis
  • Unbekannte Betreiber
→ Originalwarnung auf bafin.de
Aktiv gewarnt Koordinierte Gruppe BaFin

Moj Finances / Sofort Kredit Group / Fran Finanzen / Norrsken Gruppe

15. Januar 2026 Quelle: BaFin-Verbrauchermitteilung

Die BaFin warnte vor vier koordiniert auftretenden Domains: moj-finances.com, sg-de.com, franfinanzen.com und norrsken-gruppe.com. Die Betreiber werben mit dem Slogan „Best online credit financing service" und bieten Schnellkredite ausdrücklich auch bei „banking restrictions" an – also gezielt für Menschen mit Zahlungsproblemen. Eine solche Formulierung ist ein klassischer Köder, der Menschen in finanzieller Not ansprechen soll.

Warnsignale
  • Explizite Ansprache von Personen mit Bankrestriktionen
  • Vier koordinierte Domains ohne BaFin-Erlaubnis
  • Englischsprachige Texte auf angeblich deutschem Angebot
→ Originalwarnung auf bafin.de
Aktiv gewarnt Unerlaubtes Bankgeschäft BaFin

ajirockcreditunion.com

23. Dezember 2025 Quelle: BaFin-Verbrauchermitteilung

Die BaFin ermittelt gegen die Betreiber von ajirockcreditunion.com wegen des Verdachts, Bankgeschäfte und Zahlungsdienste ohne die erforderliche Erlaubnis zu betreiben. Der Domain-Name ahmt bewusst den Begriff einer angelsächsischen Kreditgenossenschaft nach, um Seriösität vorzutäuschen.

Warnsignale
  • Kein lizenziertes Kreditinstitut oder Zahlungsdienstleister in Deutschland
  • Domain-Name suggeriert fälschlich Genossenschaftsstruktur
→ Originalwarnung auf bafin.de
Aktiv gewarnt Identitätsdiebstahl BaFin

montante-finance24.eu – Identitätsmissbrauch zulasten Montante GmbH

5. Dezember 2025 Quelle: BaFin-Verbrauchermitteilung

Unbekannte Betreiber haben unter montante-finance24.eu die Identität der echten Montante GmbH missbraucht und bieten dort ohne Erlaubnis Bankdienstleistungen an – insbesondere Festgeldanlagen. Die echte Montante GmbH hat keinerlei Verbindung zu dieser Website. Der Fall illustriert ein typisches Muster: Betrüger stehlen den Namen eines seriösen, lizenzierten Unternehmens, um Vertrauen zu simulieren.

Warnsignale
  • Identitätsmissbrauch eines echten, lizenzierten Unternehmens
  • Unerlaubte Festgeldangebote ohne BaFin-Erlaubnis
  • Prüfung über BaFin-Unternehmensdatenbank empfohlen
→ Originalwarnung auf bafin.de
Aktiv gewarnt Fake-Kreditplattform BaFin

Sofort Kredit Plus – sofortkreditplus.com

26. August 2025 Quelle: BaFin-Verbrauchermitteilung

Die BaFin warnt vor sofortkreditplus.com. Die angeblich in Berlin ansässigen Betreiber werden verdächtigt, Bankgeschäfte und Zahlungsdienste ohne Erlaubnis anzubieten. Der Name „Sofort Kredit Plus" zielt erkennbar auf Personen, die schnell und unkompliziert Geld benötigen – ein klassisches Muster bei Fake-Kreditanbietern.

Warnsignale
  • Angeblicher Berliner Sitz, tatsächlich keine Erlaubnis für Bankgeschäfte
  • Name suggeriert Schnelligkeit und Einfachheit, um finanzielle Not auszunutzen
→ Originalwarnung auf bafin.de
Aktiv gewarnt Fake-Bank / Identitätsmissbrauch BaFin

ma-banco.com & hauptstadtbank.com

14. August 2025 Quelle: BaFin-Verbrauchermitteilung

Die BaFin warnt vor zwei Websites, die als vermeintliche Banken auftreten: ma-banco.com und hauptstadtbank.com. Kein Kreditinstitut unter diesen Bezeichnungen ist in Deutschland zugelassen. Es gibt kein Institut namens „MA BANCO" oder „Hauptstadt Bank". Beide Seiten bieten unerlaubt Bankdienstleistungen inklusive Kreditvergabe an. Interessant: ma-banco.com war bereits im März 2025 unter mabanco.com gewarnt worden – die Betreiber wechselten schlicht die Domain.

Warnsignale
  • Kein zugelassenes Kreditinstitut unter diesen Namen in Deutschland
  • Domain-Wechsel nach BaFin-Warnung als bekanntes Muster
→ Originalwarnung auf bafin.de
Aktiv gewarnt Unerlaubtes Kreditgeschäft BaFin

Universum Kredit – universumkredit.com

14. Juli 2025 Quelle: BaFin-Verbrauchermitteilung

Die BaFin ermittelt gegen die Betreiber von universumkredit.com, die unter mehreren Bezeichnungen auftreten: UNIVERSUMKREDIT-FINANCIA, UNIVERSUM KREDIT-FINANCIA und UNIVERSUM-KREDIT-FINANCIA – alle angeblich mit Sitz in Leipzig. Keine dieser Bezeichnungen ist bei der BaFin lizenziert. Mehrere Firmennamen für ein und dasselbe Angebot sind ein typisches Warnsignal.

Warnsignale
  • Mehrere Firmennamen für denselben Anbieter
  • Angeblicher Leipzig-Sitz, keine BaFin-Erlaubnis
→ Originalwarnung auf bafin.de
Aktiv gewarnt Fiktive Adresse BaFin

Leben Kredit – lebenkredit.eu

17. Juni 2025 Quelle: BaFin-Verbrauchermitteilung

Die BaFin stellt klar, dass lebenkredit.eu keinerlei Erlaubnis nach KWG besitzt und nicht unter BaFin-Aufsicht steht. Auffällig: Die im Website-Impressum angegebene Adresse „Albrechtstrasse 48, 85017 Ingolstadt" existiert nicht. Eine fiktive Geschäftsadresse ist ein sehr verlässliches Warnsignal – und bei lizenzierten Finanzdienstleistern undenkbar.

Warnsignale
  • Fiktive, nicht existierende Geschäftsadresse
  • Keine BaFin-Erlaubnis für Bankgeschäfte
→ Originalwarnung auf bafin.de
Aktiv gewarnt Identitätsmissbrauch BaFin

dvagk.de – Identitätsmissbrauch zulasten DVAG

14. Mai 2025 Quelle: BaFin-Verbrauchermitteilung

Unter dvagk.de boten unbekannte Betreiber Bankdienstleistungen und Festgeldanlagen ohne Erlaubnis an – dabei missbrauchten sie den Namen der Deutschen Vermögensberatung Aktiengesellschaft DVAG, einem der bekanntesten deutschen Finanzvertriebe. Die echte DVAG hat keinerlei Verbindung zu dieser Website. Ein prominenter Markenname im Domain-Namen ist kein Qualitätsmerkmal, sondern kann ein Täuschungsversuch sein.

Warnsignale
  • Markennamen-Missbrauch zur Vertrauenserschleichung
  • Unerlaubte Festgeld- und Bankdienstleistungen
→ Originalwarnung auf bafin.de
Aktiv gewarnt Unerlaubtes Kreditgeschäft BaFin

Herlange Kredit – herlange.com

24. April 2025 Quelle: BaFin-Verbrauchermitteilung

Die BaFin ermittelt gegen den Betreiber von herlange.com. Der Websiteinhalt lässt auf ein vielfältiges, unerlaubtes Online-Kreditangebot schließen – eine KWG-Erlaubnis besteht nicht. Breite Produktvielfalt ohne nachweisbare Lizenz ist ein häufiges Muster bei Fake-Kreditplattformen.

Warnsignale
  • Breites Kreditangebot ohne KWG-Erlaubnis
  • Keine nachprüfbare Unternehmensidentität
→ Originalwarnung auf bafin.de
Aktiv gewarnt Identitätsmissbrauch BaFin

finanz-lotsen.de – Missbrauch zulasten Finanzlotsen Hamburg GmbH

21. März 2025 Quelle: BaFin-Verbrauchermitteilung

Unter finanz-lotsen.de führten unbekannte Betreiber ohne Erlaubnis Bankgeschäfte und Finanzdienstleistungen durch. Gleichzeitig missbrauchten sie die Identität der Finanzlotsen Hamburg GmbH, die selbst keinerlei Verbindung zu dieser Seite hat. Die Finanzlotsen Hamburg GmbH ist ein seriöses Unternehmen und hat der Verwendung ihres Namens nicht zugestimmt.

Warnsignale
  • Missbrauch eines seriösen Unternehmensnamens
  • Unerlaubte Finanzdienstleistungen und Bankgeschäfte
→ Originalwarnung auf bafin.de
Aktiv gewarnt Fake-Bank BaFin

mabanco.com – angebliche „MA BANCO"

14. März 2025 Quelle: BaFin-Verbrauchermitteilung

Kein Kreditinstitut namens „MA BANCO" existiert in Deutschland – das stellt die BaFin klar. Die Website mabanco.com behauptete einen Sitz in Toulouse, bot aber Bankleistungen für den deutschen Markt ohne Erlaubnis an. Laut BaFin war die Seitenstruktur nahezu identisch mit zwei bereits früher gemeldeten Domains (fe-bank.com, bancottimo.com). Auf die erste Warnung folgte später eine Neuauflage unter ma-banco.com und hauptstadtbank.com.

Warnsignale
  • Kein Kreditinstitut unter diesem Namen in Deutschland registriert
  • Identische Struktur zu bereits gesperrten Fake-Bankseiten
→ Originalwarnung auf bafin.de
Aktiv gewarnt Websitereihe (8 Domains) BaFin

Fake-Bankenserie: Rylis Bank, Eryx Bank, Obisbank, Bifasg u. a.

17. Februar 2025 Quelle: BaFin-Verbrauchermitteilung

Die BaFin warnte im Februar 2025 gleichzeitig vor acht nahezu identischen Websites, die als vermeintliche Online-Banken auftraten: Rylis Bank (be.rylisb.com), Eryx Bank (be.eryxb.com), Obisbank (obisbank.de), Bifasg Bank (bifasg.com), Covalix Bank (covalix.com), Monaxio Bank (monaxio.com), Orsabank (orsabank.com) und Crystalisbank (crystalisbank.com). Alle boten klassische Bankleistungen – Girokonten, Sparkonten, Privatkredite – ohne jede Erlaubnis an.

Warnsignale
  • Acht koordinierte Fake-Bankwebsites mit identischem Aufbau
  • Keine BaFin-Zulassung für keine der Domains
  • Professionell wirkendes Design trotz fehlender Lizenz
→ Originalwarnung auf bafin.de
Aktiv gewarnt Unerlaubtes Kreditgeschäft BaFin

finanzielhilfen.de

12. Februar 2025 Quelle: BaFin-Verbrauchermitteilung

Die BaFin ermittelt gegen das Unternehmen hinter finanzielhilfen.de, das sich als „Finanzhilfen" mit Sitz Wien bezeichnet und über Social Media für Kreditverträge wirbt. Bankgeschäfte ohne BaFin-Erlaubnis – und der Name klingt zunächst nach einer neutralen Beratungsstelle. Beides sind klassische Täuschungsstrategien.

Warnsignale
  • Social-Media-Werbung für Kreditverträge
  • Name suggeriert staatliche oder neutrale Stelle
  • Keine BaFin-Erlaubnis trotz Ansprache des deutschen Markts
→ Originalwarnung auf bafin.de
Abwicklungsanordnung Unerlaubtes Kreditgeschäft BaFin

E.F.B. Europäische Finanz Beratung GmbH – e-fb.de / e-fb.net

Anordnung 29. Jan. 2025, veröffentlicht 24. Feb. 2025 Quelle: BaFin-Verbrauchermitteilung

Die BaFin ordnete an, dass die E.F.B. Europäische Finanz Beratung GmbH (Frankfurt/Oder und Berlin) ihre unerlaubt erbrachten Finanzdienstleistungen sofort einstellt und abwickelt. Das Unternehmen hatte auf e-fb.de und e-fb.net Festgeld, Tagesgeld, flexible Sparkonten, ETFs und Beratungsleistungen ohne die erforderliche Erlaubnis angeboten. Bei einer Abwicklungsanordnung handelt es sich um eine konkrete Behördenentscheidung – eine Stufe ernster als eine bloße Warnung.

Warnsignale
  • Breites Produktangebot (Sparkonten, ETFs, Kredite) ohne jede Erlaubnis
  • BaFin-Abwicklungsanordnung rechtskräftig ergangen
→ Originalwarnung auf bafin.de
Abwicklungsanordnung Unerlaubtes Kreditgeschäft BaFin

DR Deutsche Rücklagen GmbH – Tauberbischofsheim

Anordnung 12. März 2024, veröffentlicht 21. März 2024 Quelle: BaFin-Verbrauchermitteilung

Mit Bescheid vom 12. März 2024 ordnete die BaFin an, dass die in Tauberbischofsheim ansässige DR Deutsche Rücklagen GmbH ihr Kreditgeschäft einstellen und abwickeln muss. Das Unternehmen hatte das erlaubnispflichtige Kreditgeschäft ohne die nach § 32 Abs. 1 S. 1 KWG erforderliche Erlaubnis betrieben.

Warnsignale
  • Kreditvergabe ohne BaFin-Erlaubnis nach KWG
  • Behördliche Abwicklungsanordnung ergangen
→ Originalwarnung auf bafin.de
Aktiv gewarnt Identitätsdiebstahl BaFin

zinsbund.de – Identitätsmissbrauch zulasten Jansen Kapitalanlagenkontor GmbH

17. Dezember 2024 Quelle: BaFin-Verbrauchermitteilung

Unter zinsbund.de boten unbekannte Betreiber Bankgeschäfte – insbesondere Tages- und Festgeldanlagen – ohne Erlaubnis an. Die echte Jansen Kapitalanlagenkontor GmbH hat keinerlei Verbindung zu dieser Website. Ihr Name und möglicherweise ihre Marke wurden missbraucht. Solche Fälle sind besonders heimtückisch, weil das echte Unternehmen selbst keinerlei Schuld trifft.

Warnsignale
  • Identitätsmissbrauch eines lizenzierten Unternehmens
  • Tages- und Festgeldangebote ohne BaFin-Erlaubnis
→ Originalwarnung auf bafin.de
Aktiv gewarnt Identitätsdiebstahl BaFin

tageszins24.de – Identitätsmissbrauch zulasten FINANZ-RAT GmbH

19. Juli 2024 Quelle: BaFin-Verbrauchermitteilung

Die BaFin warnt vor tageszins24.de: Unbekannte Betreiber missbrauchen die Identität der FINANZ-RAT Hanseatische Anlageberatung GmbH und bieten dort Tages- und Festgeld sowie ETFs und Fondsprodukte ohne Erlaubnis an. Das Angebot ist besonders breit – was die Seriosität eher senkt als erhöht.

Warnsignale
  • Identitätsmissbrauch eines lizenzierten Unternehmens
  • Breites Produktportfolio ohne Erlaubnis
→ Originalwarnung auf bafin.de
Aktiv gewarnt Domain-Wechsel BaFin

Capitus – capitus.net / capitus.pro

Dez. 2024 (capitus.net) / Jan. 2025 (capitus.pro) Quelle: BaFin-Verbrauchermitteilung

Die BaFin warnte zunächst vor capitus.net (Dezember 2024) – wenige Wochen später war das Angebot nahezu identisch unter capitus.pro wieder online. Ein klares Beispiel für den „Domain-Hop": Nach einer BaFin-Warnung wechselt derselbe Anbieter einfach die Domain und macht weiter. Die BaFin reagierte mit einer zweiten Warnung im Januar 2025.

Warnsignale
  • Domain-Wechsel nach BaFin-Warnung – klassisches Muster
  • Finanz- und Wertpapierdienstleistungen ohne Erlaubnis auf beiden Domains
→ Originalwarnung auf bafin.de (capitus.pro)

Was tun, wenn Sie ein solches Angebot erhalten haben?

1
Keine Zahlung leistenÜberweisen oder zahlen Sie nichts – insbesondere keine Vorkasse, Kaution oder Bearbeitungsgebühr.
2
Anbieter in BaFin-Datenbank prüfenOb ein Unternehmen lizenziert ist, lässt sich in der BaFin-Unternehmensdatenbank prüfen – kostenlos und öffentlich.
3
Anzeige erstattenBei der Polizei oder online über die Zentralstellen der Länder (z. B. Cybercrime-Ermittler). Auch wenn wenig Hoffnung auf Rückerstattung besteht, hilft jede Anzeige den Behörden.
4
Verbraucherzentrale kontaktierenDie regionalen Verbraucherzentralen beraten kostenlos oder günstig zu möglichen Rückforderungen und rechtlichen Schritten.
Hinweis: Bereits geleistete Zahlungen an unerlaubt tätige Anbieter sind oft schwer oder gar nicht zurückzuholen, insbesondere wenn das Geld auf ausländische Konten geflossen ist.

Bekannte Betrugsmaschen – so funktionieren sie

Diese Betrugstypen sind keine Einzelfälle, sondern systematisch eingesetzte Methoden. Sie sind durch Verbraucherzentralen, den Verbraucherzentrale Bundesverband und die Polizei dokumentiert – ohne Bezug zu einem spezifischen benannten Anbieter.

🪤

Vorkasse-Betrug bei Krediten

Anbieter versprechen schnelle Kredite – auch bei schlechter Bonität oder ohne Schufa-Prüfung. Kurz vor der angeblichen Auszahlung werden 200 bis 300 Euro als Kaution, Bearbeitungsgebühr oder Vermittlungsprovision fällig. Das Geld ist weg, der Kredit kommt nie. Dem Verbraucherzentrale Bundesverband ist kein einziger Fall bekannt, in dem nach einer Vorauszahlung tatsächlich ein Kredit ausgezahlt wurde.

📮

POSTIDENT-Missbrauch

Betrüger bringen Verbraucher dazu, ein POSTIDENT-Verfahren durchzuführen – angeblich für eine Lieferung, eine Sicherheitsüberprüfung oder einen Kleinanzeigenverkauf. Tatsächlich wird mit dem POSTIDENT-Coupon unbemerkt ein Kreditvertrag bei einer Bank legitimiert. Die Verbraucherzentrale warnt vor manipulierten Coupons und gefälschten Bankschreiben.

📹

Video-Ident-Missbrauch

Mitarbeiter betrügerischer Trading- oder Handelsplattformen überreden Verbraucher, ein Video-Ident-Verfahren durchzuführen. Mit den so erlangten Identitätsdaten wird anschließend heimlich ein Kredit bei einer echten Bank beantragt – ohne Wissen des Betroffenen. Dieser merkt es erst, wenn die Kontoauszüge oder Mahnschreiben eintreffen.

💳

Goldene Prepaid-Karte statt Kredit

Social-Media-Anzeigen versprechen Kredit auch bei negativer Schufa. Statt eines Darlehens erhalten Betroffene Rechnungen für eine Prepaid-Kreditkarte – oft als „Goldene MasterCard" bezeichnet – sowie kostenpflichtige Abonnements. Kein Kredit wird ausgezahlt. Der vzbv hat diese Masche mit konkreten Anbietern dokumentiert.

🧾

Finanzsanierung statt Kredit

Anbieter versprechen „Kredit trotz Schufa" und verkaufen stattdessen teure „Finanzsanierungs"-Leistungen im vierstelligen Bereich – per Nachnahme geliefert, ohne dass der Verbraucher dem zugestimmt hat. Dies ist laut Verbraucherzentrale und mehreren Gerichtsentscheidungen rechtlich unzulässig.

📱

Social-Media-Kreditbetrug

Über WhatsApp, Facebook oder Telegram melden sich angebliche Kreditvermittler mit verlockenden Angeboten. Typisch: Fake-Profile, die zunächst Freundschaftsanfragen senden, dann „Erfahrungsberichte" zufriedener Kreditnehmer teilen und schließlich Vorkasse verlangen. Europäisches Verbraucherzentrum (EVZ) und Verbraucherzentralen haben diese Masche seit 2023 verstärkt dokumentiert.

Sicherer Kredit – ohne Vorkasse, ohne Versteckspiel

Die FLORIN+ Mastercard und der FLORIN+ Kleinkredit kommen von der MyWage GmbH, reguliert durch die Novum Bank (Malta, BaFin-anerkannt). Wir verlangen keine Kaution, keine Bearbeitungsgebühr im Voraus, keine Vorkasse.

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Häufige Fragen zur Warnliste

Was Sie wissen sollten, bevor Sie sich an einen Kreditanbieter wenden.

Die BaFin führt eine öffentliche Unternehmensdatenbank, die Sie kostenlos unter bafin.de einsehen können. Geben Sie dort den Unternehmensnamen oder die Domain ein. Findet sich kein Eintrag – oder ein Eintrag mit dem Vermerk „keine Erlaubnis" –, sollten Sie das Angebot ablehnen. Eine legitime Bank oder ein legitimer Finanzdienstleister in Deutschland ist immer in dieser Datenbank zu finden.
Nein. Eine BaFin-Warnung ist keine strafrechtliche Verurteilung, sondern eine behördliche Mitteilung auf Basis von § 37 Abs. 4 KWG. Sie beschreibt einen Verdacht oder eine festgestellte Erlaubnislosigkeit – also, dass jemand Bankgeschäfte ohne die dafür erforderliche Genehmigung betreibt. Die BaFin ermittelt und informiert Verbraucher, bevor ein Gericht abschließend urteilt.
Das ist schwierig, aber nicht unmöglich. Falls Sie per Überweisung gezahlt haben, kontaktieren Sie sofort Ihre Bank und fragen nach einem Rückruf der Zahlung. Wurde über ein ausländisches Konto abgerechnet, sind die Chancen gering. Erstatten Sie in jedem Fall Anzeige bei der Polizei. Die Verbraucherzentrale kann bei der Frage helfen, ob zivilrechtliche Ansprüche bestehen.
Das Registrieren einer Domain kostet wenige Euro und dauert Minuten. Wenn die BaFin eine Website warnt und der Anbieter gesperrt wird, wechselt er einfach auf eine neue Domain. Dieser „Domain-Hop" ist in der Recherche klar erkennbar – etwa bei Capitus (erst capitus.net, dann capitus.pro) oder bei der MA-BANCO-Gruppe (mabanco.com → ma-banco.com → hauptstadtbank.com). Die BaFin versucht, mit laufenden Warnmeldungen Schritt zu halten.
Nein – und das ist erklärte Absicht. Diese Seite zeigt eine Auswahl dokumentierter Fälle mit direkten Quellenlinks zur BaFin. Die vollständige und aktuell gehaltene Liste aller BaFin-Warnungen finden Sie unter bafin.de im Bereich „Finanzbetrug erkennen". Wir empfehlen, im Zweifelsfall immer die BaFin-Quelle selbst zu prüfen.