Immobilien & Wohnen Kurzfassung · 9. Mai 2026

Wohnen & Mietbelastung Deutschland 2026

47,2 %
Wohneigentumsquote Deutschland
EU-Schlusslicht (EU-Schnitt 69,5 %)
206.600
Fertiggestellte Wohnungen 2025
Tiefstwert seit 2012
+42 %
Mietanstieg Großstädte 2015–2025
Löhne nur +31 %
Zentrale Erkenntnisse

Wohnen und Mietbelastung in Deutschland 2026

Wohnen ist der größte Posten im deutschen Haushaltsbudget — und der stärkste Hebel für finanzielle Instabilität. In den Spitzenlagen zahlen Neumieter 19,79 Euro pro Quadratmeter in München und 17,98 Euro in Berlin; die Mieten der Großstädte sind seit 2015 um 42 Prozent gestiegen, die Löhne nur um 31 Prozent. Mehr als jeder vierte Haushalt gibt über 40 Prozent seines Einkommens fürs Wohnen aus, die Wohneigentumsquote bleibt mit 47,2 Prozent EU-Schlusslicht (EU-Schnitt 69,5 Prozent), und der Neubau ist 2025 mit 206.600 fertiggestellten Wohnungen auf den tiefsten Stand seit 2012 gefallen.

Einschätzung
Deutschland baut zu wenig, zu langsam und zu teuer — weil Politik das so eingerichtet hat. Mietpreisbremsen sind die populärste Maßnahme und die wirkungsloseste: Sie stoppen Investitionen, ohne eine einzige Wohnung zu schaffen. Der Markt würde bauen, wenn man ihn ließe. Der Engpass sitzt im Rathaus, nicht im Finanzierungsangebot.
Robert Moukabary — Gründer, MyWage GmbH
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