Antworten zum Pflegegeld 2026.
Wie hoch ist das Pflegegeld 2026?
§ 37 SGB XI: Pflegegrad 1 = 0 € (nur 131 € Entlastungsbetrag), PG 2 = 347 €, PG 3 = 599 €, PG 4 = 800 €, PG 5 = 990 €/Monat. Werte unverändert seit Erhöhung 1.1.2025 (+4,5 %). Auszahlung an Pflegebedürftigen bei häuslicher Pflege durch Angehörige.
Was ist der Unterschied Pflegegeld vs. Sachleistung?
Pflegegeld § 37 SGB XI = Bargeld an Pflegebedürftigen, wenn Angehörige pflegen. Pflegesachleistung § 36 SGB XI = höherer Betrag, aber direkt an ambulanten Pflegedienst. PG2: Geld 347 €, Sachleistung 796 €. PG5: Geld 990 €, Sachleistung 2.299 €.
Kann ich beides kombinieren?
Ja — Kombileistung § 38 SGB XI. Wenn ein ambulanter Dienst 60 % der Sachleistung verbraucht, gibt es noch 40 % vom Pflegegeld. Lohnt sich, wenn Familie + Pflegedienst sich abwechseln. Beispiel PG3: 50 % Sachleistung (748 €) + 50 % Pflegegeld (300 €).
Was ist der Entlastungsbetrag?
§ 45b SGB XI: 131 €/Monat zusätzlich für ALLE Pflegegrade (1–5). Zweckgebunden: Tages-/Nachtpflege, Kurzzeitpflege, ambulanter Pflegedienst, anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag (z.B. Haushaltshilfe). Nicht ausgezahlt, sondern auf Rechnung der Pflegekasse erstattet.
Wie beantrage ich Pflegegeld?
Bei der eigenen Pflegekasse (= Krankenkasse). Antrag formlos möglich, telefonisch oder online. Danach: MDK/MEDICPROOF kommt zur Begutachtung im Haushalt. Bescheid binnen 25 Werktagen. Tipp: Pflegetagebuch vor Begutachtung führen — dokumentiert reale Hilfebedarfe. Auszahlung rückwirkend ab Antragsmonat.
Was ändert sich bei Heim-Pflege?
Bei vollstationärer Pflege im Heim (§ 43 SGB XI): kein Pflegegeld, sondern Pauschale an Heim — PG2: 805 €, PG3: 1.319 €, PG4: 1.855 €, PG5: 2.096 €/Monat. Zusätzlich Leistungszuschlag § 43c SGB XI (5–75 % je Aufenthaltsdauer). Eigenanteil trägt Bewohner.