SCHUFA-Selbstauskunft 2026 — wie oft & wie bekommst du sie kostenlos?
Die Datenkopie nach Art. 15 DSGVO ist kostenlos – und du kannst sie in angemessenen Abständen mehrmals im Jahr anfordern, nicht nur einmal. Die SCHUFA muss innerhalb eines Monats antworten.
Die SCHUFA-Selbstauskunft (Datenkopie nach Art. 15 DSGVO) zeigt alle über dich gespeicherten Daten. Sie ist kostenlos und unterliegt keiner festen Jahresgrenze – die DSGVO erlaubt sie „in angemessenen Abständen" (sinnvoll etwa quartalsweise). Die Auskunftei muss innerhalb von einem Monat antworten (Art. 12 Abs. 3 DSGVO). Nur exzessive oder offensichtlich grundlose Wiederholungen darf sie berechnen (Art. 12 Abs. 5 DSGVO).
Das Wesentliche
SCHUFA-Selbstauskunft in 5 Punkten.
- kostenlos, keine Jahresgrenze: Datenkopie nach Art. 15 DSGVO; die erste Kopie ist stets unentgeltlich (EuGH C-307/22).
- Antwort-Frist 1 Monat: 1 Monat ab Antrag (Art. 12 Abs. 3 DSGVO), Verlängerung um max. 2 Monate nur mit schriftlicher Begründung.
- Keine Begründung nötig: Du musst nicht erklären, warum du die Auskunft willst – auch nicht bei einer erneuten Anfrage.
- Für Score & Daten reicht die kostenlose Datenkopie. Zusätzlich gibt es seit 2026 den kostenlosen SCHUFA-Account (zeigt Score und bonitätsrelevante Daten, quartalsweise aktualisiert). Bezahl-Produkte (kostenpflichtige meineSCHUFA-Abos) sind optional und für den reinen Check nicht nötig.
- Auf „Datenkopie nach Art. 15 DSGVO" achten: online schlägt SCHUFA gern den kostenpflichtigen Tarif vor.
So funktioniert der Rechner
Wann hast du zuletzt eine kostenlose Auskunft beantragt? Wenn noch nie: Feld leer lassen — du kannst jederzeit beantragen.
Verdacht auf fehlerhafte Daten oder einen unerlaubten Negativ-Eintrag? Die Auskunft bleibt kostenlos – eine Begründung brauchst du nicht.
Antwort-Frist der SCHUFA (1 Monat) ablesen. Eine erneute Anfrage ist jederzeit kostenlos — eine Wartefrist gibt es nicht.
Wann lohnt sich der Check?
Vier Anlässe, in denen die Selbstauskunft besonders wichtig ist.
Vermieter + Banken sehen die SCHUFA. Du solltest sie vorher selbst kennen — und nicht erst nach Ablehnung von einem veralteten Eintrag erfahren.
Verbraucherzentrale empfiehlt: mindestens einmal im Jahr prüfen (kostenlos – häufiger ist erlaubt). Prüf auf veraltete oder fremde Einträge und unautorisierte Konditions-Anfragen.
Sofort kostenlose Auskunft möglich – unabhängig davon, wann du zuletzt angefragt hast. Prüf, ob die Ablehnung auf falschen Daten basiert.
Inkasso-Forderungen werden oft vorzeitig SCHUFA-gemeldet. Bei Streit-Forderung: jederzeit kostenlose Auskunft + sofort Widerspruch beim Eintrag.
Wie wir rechnen
Keine Wartefrist: Die Datenkopie nach Art. 15 DSGVO ist ohne feste Jahresgrenze kostenlos. Die SCHUFA muss innerhalb eines Monats antworten (Art. 12 Abs. 3 DSGVO); Verlängerung um bis zu 2 Monate nur mit Begründung.
Entgelt: nur bei offenkundig exzessiven Anträgen (Art. 12 Abs. 5 DSGVO). Frühester Termin = Antrags-Datum, Antwort-Frist = +1 Monat.