Antworten zu Beitragssätzen, Beitragsbemessungsgrenzen und Kinderabschlag 2026.
Wie hoch sind die Sozialabgaben 2026?
Gesamt-Sozialabgaben 2026: 14,6 % KV (paritätisch) + Zusatzbeitrag (Durchschnitt 2,5 %, paritätisch) + 3,4 % PV (+0,6 % bei Kinderlosen) + 18,6 % RV (paritätisch) + 2,6 % AV (paritätisch). Arbeitnehmer-Anteil insgesamt ca. 20,5 bis 21 % des Brutto-Lohns.
Was ist die Beitragsbemessungsgrenze 2026?
KV + PV: 5.812,50 €/Mo (bundeseinheitlich seit 2025). RV + AV: 8.450 €/Mo West, 8.350 €/Mo Ost. Brutto-Einkommen oberhalb dieser Grenzen wird nicht mit Sozialabgaben belastet — daher sinkt der prozentuale Gesamt-Abzug bei hohen Einkommen.
Wie hoch ist die Pflegeversicherung 2026?
Basis: 3,4 % paritätisch (AN + AG je 1,7 %). Kinderlose 23+: +0,6 % (nur AN trägt). Eltern: Abschlag ab 2. Kind: -0,25 % pro Kind unter 25 J. Maximal Reduktion bei 5 Kindern (-1,0 %). Bei einem Kind kein Abschlag, aber kein Zuschlag.
Warum sinken Sozialabgaben prozentual bei hohem Einkommen?
Wegen der Beitragsbemessungsgrenzen. Beispiel: Bei 6.000 €/Mo zahlst du KV/PV nur auf 5.812,50 € (BBG erreicht). Auf 187,50 € entfallen keine KV/PV-Beiträge. Je weiter das Brutto über der BBG, desto niedriger die prozentuale Belastung — gerechnet auf das Gesamt-Brutto.
Was zahle ich bei privater Krankenversicherung (PKV)?
PKV-Beiträge sind individuell nach Alter, Eintrittsalter, Gesundheitszustand und gewähltem Tarif. Durchschnitt 2026: 600-900 €/Mo Gesamt-Beitrag bei Single 35+, davon bis zur GKV-Höchstgrenze (398 €/Mo bei BBG erreicht) vom AG übernommen. Bei BBG-Brutto und PKV oft günstiger als GKV, im Alter aber riskanter wegen Beitragssteigerungen.
Wie reduzieren Kinder die Pflegeversicherung?
Reform seit 2023: Eltern mit Kindern unter 25 J. zahlen Abschläge auf ihren PV-Beitrag. Erstes Kind: kein Abschlag (Standard-Satz). Ab 2. Kind: -0,25 % pro weiteres Kind, gestaffelt bis maximal -1,0 % bei 5 Kindern. Wichtig: Abschlag entfällt, sobald das Kind 25 wird oder ausziehen muss.