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Einkommensteuer & Grundfreibetrag 2026

Grundfreibetrag 2026, Steuersätze, Steuerklassen und 7 legale Tipps, um weniger Einkommensteuer zu zahlen – kompakt erklärt.

Monika Bauer
Monika Bauer
·26. Mai 2026·2 min Lesezeit
Inhalt

Grundfreibetrag 2026: Was ist das? #

Der Grundfreibetrag ist der Betrag deines Einkommens, auf den du keine Einkommensteuer zahlst. Er soll das Existenzminimum steuerfrei stellen. 2026 beträgt er 11.784 € für Einzelpersonen – und 23.568 € für Verheiratete (gemeinsame Veranlagung).

Erst ab dem ersten Euro darüber beginnt die Einkommensteuerpflicht – und das progressiv: Je mehr du verdienst, desto höher wird der Steuersatz auf jeden weiteren Euro.

Steuersätze und Progression #

Deutschland hat kein Stufensystem mit festen Sätzen pro Stufe, sondern eine lineare Progression: Der Steuersatz steigt kontinuierlich mit dem Einkommen.

Einkommen (zvE)Steuersatz (Grenz)Steuerlast ca.
bis 11.784 €0 %0 €
11.785–17.005 €14–24 %bis ca. 1.200 €
17.006–66.760 €24–42 %linear steigend
ab 66.761 €42 %Spitzensteuersatz
ab 277.826 €45 %Reichensteuersatz

Wichtig: Der Grenzsteuersatz gilt nur für den letzten Euro. Der Durchschnittssteuersatz (tatsächliche Belastung) ist immer deutlich niedriger.

Steuerklassen im Überblick #

Die Steuerklasse bestimmt den Lohnsteuerabzug durch den Arbeitgeber – sie ist aber keine Dauerfestlegung. Die tatsächliche Steuerschuld wird über die Steuererklärung abgerechnet.

KlasseFür wen?Kinderfreibetrag
ILedig, getrennt, verwitwet
IIAlleinerziehendeinfach
IIIVerheiratet (höheres Einkommen)doppelt
IVVerheiratet (gleiche Einkommen)einfach
VVerheiratet (niedrigeres Einkommen)
VIZweitjob

Tipp: Die Kombination III / V lohnt sich, wenn ein Partner deutlich mehr verdient. Aber Achtung: Bei der Steuererklärung wird der Unterschied ausgeglichen.

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So berechnet sich deine Einkommensteuer #

Das Finanzamt berechnet deine Steuerschuld in folgenden Schritten:

  1. Bruttoeinkommen (alle Einkunftsarten zusammen)
  2. minus Werbungskosten (min. 1.230 € Pauschale)
  3. minus Sonderausgaben (Vorsorgeaufwendungen etc.)
  4. minus außergewöhnliche Belastungen
  5. = zu versteuerndes Einkommen
  6. Steuer aus der Grundtabelle ablesen

Beispiel: 45.000 € Brutto, verheiratet, keine Kinder → ca. 7.200 € Einkommensteuer (effektiver Satz: ~16 %).

7 legale Tipps: Weniger Steuern zahlen #

  1. Freistellungsauftrag stellen: 1.000 € Sparerpauschbetrag nutzen
  2. Verluste verrechnen: Aktien- und ETF-Verluste mit Gewinnen verrechnen
  3. Arbeitsmittel vorziehen: Anschaffungen gegen Jahresende auf nächstes Jahr verschieben oder vorgezogen kaufen
  4. Steuerklasse prüfen: Verheiratete sollten regelmäßig prüfen, ob Kombination 3 / 5 oder 4 / 4 günstiger ist
  5. Betriebliche Altersvorsorge: Beiträge mindern das sozialversicherungspflichtige Einkommen
  6. Steuersoftware nutzen: WISO, Elster oder Taxfix holen oft 1.000+ € zurück
  7. Steuerberater ab 50.000+ €: Ab diesem Einkommen rechnet sich professionelle Beratung fast immer

Häufige Fragen

Bis wann muss ich meine Steuererklärung abgeben?

Ohne Steuerberater: 31. Juli des Folgejahres. Mit Steuerberater: letzter Tag im Februar des übernächsten Jahres. Für 2025: 31. Juli 2026 (ohne Berater).

Muss ich als Arbeitnehmer eine Steuererklärung abgeben?

Arbeitnehmer mit nur einem Arbeitgeber sind nicht verpflichtet. Es lohnt sich aber fast immer – der Durchschnitts-Deutsche bekommt ca. 1.095 € zurück.

Was ist der Unterschied zwischen Steuersatz und Steuerlast?

Der Grenzsteuersatz gilt nur für den letzten Euro. Der Durchschnittssteuersatz zeigt, wie viel Prozent du tatsächlich insgesamt zahlst – der ist immer niedriger als der Grenzsteuersatz.

Monika Bauer
Über den Autor
Monika Bauer
Steuer- & Vorsorge-Redaktion, FLORIN+

Monika erklärt komplexe Steuer- und Vorsorgethemen so, dass Nicht-Steuerberater sie verstehen. Schwerpunkt: konkrete Zahlen statt Paragrafen-Lyrik.

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