Schenkungsteuer
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Wie viel Steuer kostet eine Schenkung?

Selbe Tarife wie Erbschaft, aber Freibeträge alle 10 Jahre neu nutzbar. Plus Strategie für vollständig steuerfreie Übertragung.

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So funktioniert der Rechner

01

Schenkungswert

Komplette Übertragung: Bargeld, Immobilien, Wertpapiere. Bei Immobilien: aktueller Verkehrswert ansetzen.

02

Verwandtschaft

Ehegatte/Kinder/Enkel = Klasse I (niedrigster Tarif). Geschwister/Eltern = Klasse II. Fremde = Klasse III.

03

10-Jahres-Strategie

Alle 10 Jahre Freibetrag neu nutzen. Bei 800k auf Kinder: 400k jetzt + 400k in 10 J = 0 € Steuer (statt 33k Einmalsteuer).

Ergebnis: Schenkungsteuer + Tranchen-Strategie + Jahre für vollständige Steuerfreiheit.

10.000 € 5.000.000 €
Wie wir rechnen

Schenkungsteuer: Gleicher §19-Tarif wie Erbschaftsteuer, aber bei Schenkung sind Eltern in Klasse II (Erbschaft: Klasse I). Freibeträge §16 ErbStG sind identisch — werden aber alle 10 Jahre neu nutzbar.

10-Jahres-Strategie: Bei 1.000.000 € auf Kinder mit FB 400.000 €: Tranche 1 jetzt (400k steuerfrei), Tranche 2 in 10 J. (400k steuerfrei), Tranche 3 in 20 J. (200k steuerfrei) → 0 € Steuer statt 90.000 € Einmalsteuer.

Beispiel Einmalschenkung: 800.000 € auf Kinder: FB 400k → stpfl 400k → 15 % → 60.000 € Steuer. Bei zweimaliger Schenkung (400k + 10 J. Pause + 400k): 0 € Steuer.

Wichtig: Frühzeitige Planung. Wer mit 60 schenkt und schon zu Lebzeiten die Tranchen verteilt, kann komplettes Vermögen steuerfrei übertragen. Wer wartet, verliert die 10-Jahres-Fenster.

Risiko Kettenschenkung: Übertragung über Generationen (Großeltern → Eltern → Enkel) ist möglich, kann aber als Gestaltungsmissbrauch §42 AO angefochten werden. Empfohlen: 2-3 Jahre Abstand und klare wirtschaftliche Berechtigung der Zwischenstation.

Fazit

Einordnung

Es gelten dieselben Freibeträge wie bei der Erbschaft (Ehepartner 500.000 €, Kinder 400.000 €) — aber alle 10 Jahre neu nutzbar.

Gut zu wissen

Durch gestaffeltes Schenken alle 10 Jahre lässt sich Vermögen steuerfrei übertragen — je Kind alle 10 Jahre 400.000 €.

Wann brauchst du diesen Rechner? #

Vier typische Situationen, in denen sich der Aufruf konkret rechnet:

1
Vor einer Entscheidung

Bevor du einen Vertrag unterschreibst — schwarz auf weiß die echten Zahlen.

2
Verschiedene Varianten testen

Wie wirken sich Änderungen (Betrag, Laufzeit, Steuerklasse) konkret aus?

3
Zielwert prüfen

Ist dein Plan mathematisch realistisch — oder zu optimistisch?

4
Beratungs-Vorbereitung

Mit konkreten Zahlen ins Gespräch mit Bank/Steuerberater gehen.

i
Wie wird das berechnet?

Die Berechnung berücksichtigt die aktuelle Gesetzeslage 2026 sowie marktübliche Konditionen. Details findest du unten in der ausführlichen Erklärung.

Häufige Fragen

Wie unterscheidet sich Schenkungsteuer von Erbschaftsteuer?
Selbe Tarife und Freibeträge, aber bei Schenkung sind Eltern in Klasse II (statt Klasse I bei Erbschaft). Hauptvorteil Schenkung: Freibeträge alle 10 Jahre neu nutzbar — bei Erbschaft nur einmal. Lebenszeitig schenken kann erhebliche Steuerersparnis bringen.
Wie funktioniert die 10-Jahres-Strategie?
Alle 10 Jahre kann der volle Freibetrag erneut genutzt werden. Beispiel: 1.000.000 € auf Kinder = 400k jetzt + 400k in 10 J + 200k in 20 J = komplett steuerfrei. Bei Einmalschenkung: (1M-400k) × 15 % = 90.000 € Steuer.
Wer muss die Schenkungsteuer melden?
Beschenkter und Schenker (gemeinsame Haftung). Anmeldung beim Finanzamt binnen 3 Monaten. Bei Notar-beurkundeten Schenkungen läuft die Meldung automatisch. Bei Bar-Schenkungen unter Familie wird oft vergessen — kann teuer werden bei späterer Aufdeckung.
Was ist eine Kettenschenkung?
Schenken über zwei Generationen um Freibeträge mehrfach zu nutzen: Großeltern → Eltern → Kinder. Ist legal aber kann steuerlich angefochten werden wenn der Zweck zu offensichtlich ist (Gestaltungsmissbrauch §42 AO). Mindestabstand 2-3 Jahre zwischen den Schenkungen empfohlen.