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Wohngeldgesetz · Wohngeld 2026

Wohngeld-Rechner 2026: Wie viel Wohngeld steht dir zu?

Mietstufe deiner Stadt, Haushaltsgröße, Warmmiete und Einkommen — live ausgerechnet auf Basis der Wohngeldreform 2023. Funktioniert auch für Eigentümer (Lastenzuschuss).

Definition · Stand 2026

Wohngeld 2026 ist ein staatlicher Mietzuschuss nach WoGG für niedrige Einkommen — Höhe abhängig von Haushaltsgröße, Einkommen und Mietstufe (I-VII). Ende 2024 bezogen laut Destatis rund 1,2 Mio. reine Wohngeldhaushalte im Schnitt 287 €/Monat. Antragsberechtigt sind nicht nur Mieter, sondern auch Eigentümer (Lastenzuschuss). Zuständig: Wohngeldstelle der Stadt/Gemeinde.

Quelle: WoGG 2023 (Reform) · Destatis Wohngeldstatistik 2025 · BMWSB Wohngeld-Verordnung

Schätzung — kein Bescheid. Der Rechner liefert eine Näherung auf Basis der Wohngeldformel und typischer Mietstufen. Den exakten Anspruch berechnet die Wohngeldstelle deiner Stadt.
30-Sek-Check

Das Wesentliche

Die wichtigsten Fakten zum Wohngeld — auf einen Blick.

  • Wohngeld-Plus seit 2023, Werte zuletzt zum 1.1.2025 angehoben — gilt 2026 unverändert.
  • Mietstufen I-VII nach Gemeinde — sie bestimmen den Höchstbetrag der anrechenbaren Miete (z. B. 1 Person: 361 € in Stufe I bis 677 € in Stufe VII).
  • Heizkosten- und Klimakomponente: Die Heizkostenkomponente (1 Person 110,40 €, 4 Personen 197,80 €) wird zur Miete addiert; die Klimakomponente (19,20 € bis 39,20 € je Haushaltsgröße) hebt den Höchstbetrag an.
  • Eigentümer bekommen Lastenzuschuss — berechnet nach derselben Formel, statt Miete zählt die Belastung (Zins, Tilgung, Instandhaltung/Betriebskosten pauschal, Grundsteuer).
  • Vermögen: Erhebliches Vermögen schließt Wohngeld aus — als Richtwert gelten 60.000 € für die erste und 30.000 € für jede weitere Person im Haushalt.
Geplant: Wohngeld-Kürzung ab 2027 — noch nicht final

Ein Gesetzentwurf der Bundesregierung (erster Bundesrat-Durchgang am 25. September 2026) sieht vor, die für 2027 eingeplante Wohngeld-Erhöhung auszusetzen, die Heizkostenkomponente zu halbieren und die Berechnungsformel zu ändern. Der federführende Bundesrats-Ausschuss warnt, dass dadurch bis zu 380.000 Haushalte ihren Wohngeld-Anspruch verlieren könnten, und empfiehlt, den Entwurf abzulehnen.

Noch ist nichts beschlossen — der Rechner unten zeigt weiterhin die aktuell geltenden Werte (Stand 2026). Quelle: Bundesrat, Drs. 474/26 (TOP 60), Sitzung 25.09.2026. Wir aktualisieren, sobald das Gesetz final ist.

Was heißt das für dich? Wohngeld 2026 vs. geplant 2027

Kurzantwort: Nach heutigem Recht (2026) bleibt dein Wohngeld unverändert. Die für 2027 geplanten Änderungen würden es für viele Haushalte senken — noch ist aber nichts beschlossen.

Punkt Heute (2026) Geplant ab 2027
Turnusmäßige Erhöhungzum 1.1.2027 vorgesehenausgesetzt
Heizkostenkomponentevollhalbiert
BerechnungsformelEinzelfall-Ermittlungstärker über Pauschalen
Was du jetzt tun kannst: Wenn du Anspruch hast, lohnt ein Antrag noch 2026. Wohngeld wird in der Regel für einen Bewilligungszeitraum von 12 Monaten festgesetzt — wer jetzt bewilligt wird, sichert sich die aktuellen Werte für diesen Zeitraum. Schätze deinen Anspruch mit dem Rechner unten und stell den Antrag früh im Monat (Wohngeld gibt es nicht rückwirkend, § 25 WoGG).

Konkrete Euro-Beträge je Haushalt hängen vom finalen Gesetz ab und stehen noch nicht fest. Orientierung, keine Rechtsberatung. Quelle: Bundesrat, Drs. 474/26, Sitzung 25.09.2026.

So funktioniert der Rechner

01

Haushalt + Einkommen

Anzahl Personen im HH und gesamtes Brutto-Einkommen aller Mitglieder. Daraus folgt die Einkommens-Grenze.

02

Miete + Mietstufe

Kaltmiete + Heizung + die Mietstufe deiner Stadt (I-VII). Höchstwerte je Stufe als Cap.

03

Wohngeld + Klima

Miete bis Höchstbetrag + Klimakomponente, plus Heizkostenkomponente — dann Wohngeldformel nach § 19 WoGG. Eigentümer: gleiche Formel mit der Belastung statt der Miete.

Ergebnis: Voraussichtliches Wohngeld/Mo plus Mietstufen-Klassifizierung deiner Stadt zur Prüfung der Eingaben.

Deine Situation

Alles bleibt im Browser. Keine Anmeldung erforderlich.

Haushalt
Mietstufe deiner Stadt
Stufe I = ländliche Gemeinden (Bautzen, Görlitz), Stufe IV = Berlin, Stufe VI = Hamburg/Köln/Frankfurt, Stufe VII = München. Liste unten.
Wohnkosten
1.100 €
0 €3.000 €
Kaltmiete + kalte Nebenkosten, ohne Heizung (die gesetzliche Heizkostenpauschale rechnet das Tool automatisch dazu). Bei Eigentum: monatliche Belastung.
Einkommen
2.400 €
0 €10.000 €
Lohn + Renten + Unterhalt (Brutto). Werbungskosten- und Sozialabgaben-Pauschalen zieht der Rechner je nach Einkommensart automatisch ab.
§16 WoGG: je 10 % für gezahlte Steuern, Kranken-/Pflege- und Rentenbeiträge (max. 30 %).

Geschätzter Anspruch

Live-Berechnung auf Wohngeldformel-Basis.

Voraussichtliches Wohngeld

602€/Mo

4-Personen-HH · Mietstufe III · Mietzuschuss

  • Berücksichtigungsfähige Miete (M)998 €
  • Anrechenbares Einkommen/Mo (Y)1.838 €
  • Mietstufe · HöchstbetragStufe III · Höchstb. 766 €
  • Klima- + Heizkostenkomponente+ 232 €
Auch Bürgergeld + Kindergeld prüfen →

Sozialleistungen-Rechner: 5-in-1

Dein nächster Schritt

Welche Leistung passt zu dir?

Prüfe Bürgergeld, Grundsicherung und Elterngeld — je nach Lebenslage lohnt der Vergleich.

Bürgergeld › · Grundsicherung › · Elterngeld ›

Tabelle

Mietstufen 2026 — welche Stufe hat deine Stadt?

Auszug. Vollständige Liste auf bmi.bund.de — die Mietstufe wird alle 4 Jahre neu festgelegt.

ILändlich, niedrige Mieten

  • Bautzen
  • Görlitz
  • Plauen
  • Chemnitz

IIKleinere Städte

  • Leipzig
  • Bremerhaven
  • Salzgitter
  • Cottbus
  • Gelsenkirchen

IIIMittelstädte

  • Dresden
  • Magdeburg
  • Wuppertal
  • Dortmund
  • Essen

IVGrößere Städte

  • Berlin
  • Bremen
  • Karlsruhe
  • Münster
  • Potsdam

VTeure Großstädte

  • Hannover
  • Nürnberg
  • Bonn
  • Heidelberg
  • Mannheim

VIHochpreisige Metropolen

  • Hamburg
  • Köln
  • Frankfurt am Main
  • Düsseldorf
  • Stuttgart

VIISpitzenmieten

  • München
  • Tübingen
  • Garching b. München
Fazit

Wohngeld ist ein Mietzuschuss für Haushalte über der Bürgergeld-Grenze.

Einordnung

Höhe hängt von Einkommen, Miete und Haushaltsgröße ab (Mietstufe deiner Stadt). Kein Bürgergeld-Bezug nötig.

Gut zu wissen

Seit Wohngeld-Plus (2023) bekommen rund 3× so viele Haushalte Wohngeld, inkl. Heiz- und Klimakomponente — viele beantragen es nicht.

Wann brauchst du diesen Rechner?

Vier typische Situationen, in denen sich der Aufruf konkret rechnet:

  1. 1

    Mieterhöhung erhalten

    Neue Miete liegt über 30 % des Bruttos? Wohngeld-Anspruch prüfen, bevor du Bürgergeld ansagst.

  2. 2

    Niedrige Rente, eigene Wohnung halten

    Wohngeld erhält Selbstständigkeit. Oft attraktiver als Grundsicherung — keine Vermögens-Prüfung.

  3. 3

    Familien-Einkommen knapp

    Kind + Teilzeit-Job + Kindergeld? Mit Kinderzuschlag kombinieren — Wohngeld als Baustein.

  4. 4

    Eigentümer mit knapper Kasse

    Lastenzuschuss statt Mietzuschuss: Wohngeld auch für selbst genutztes Eigentum, berechnet aus der monatlichen Belastung. Kaum bekannt, oft hilfreich.

Wie wird das berechnet?

WG = 1,15 × (M − (a + b·M + c·Y) · Y) (§ 19 WoGG). M = Bruttokaltmiete bis zum Höchstbetrag der Mietstufe plus Klimakomponente, zuzüglich Heizkostenkomponente (§§ 11, 12 WoGG). Y = monatliches Gesamteinkommen nach Pauschalabzug (§ 16 WoGG). a, b, c je Haushaltsgröße (Anlage 2). Ergebnis auf volle Euro gerundet; unter 10 € besteht kein Anspruch.

So rechnen wir

Parameter nach WoGG i. d. F. der 2. Fortschreibungsverordnung (BGBl. 2024 I Nr. 314), gültig seit 1.1.2025. Geprüft gegen die amtlichen BMWSB-Rechenbeispiele 2025. Stand: 2. Oktober 2026. Freibeträge nach § 17 WoGG (z. B. Alleinerziehende, Schwerbehinderung) sind nicht enthalten — dein tatsächliches Wohngeld kann daher höher sein.

Berechnung läuft 100 % in deinem Browser. Keine Eingaben an unsere Server.

Häufige Fragen

Antworten zu Wohngeld-Anspruch, Mietstufen und Antrag 2026.

Wer hat 2026 Anspruch auf Wohngeld?
Wohngeld bekommt, wer eigenes geringes Einkommen UND keinen Bürgergeld-Bezug hat. Mieter beantragen Mietzuschuss, Eigentümer Lastenzuschuss. Wichtig: Vermögen über 60.000 € (Single) bzw. 30.000 € pro weiterer Person schließt Wohngeld aus.
Wie hoch sind die Mietstufen 2026?
Mietstufen je Stadt von I (günstig) bis VII (sehr teuer). Stufe I: ländliche Gemeinden (z.B. Bautzen, Görlitz). Stufe IV: z. B. Berlin. Stufe VI: Hamburg, Köln, Stuttgart, Frankfurt am Main. Stufe VII: München. Die Stufe bestimmt die Höchstmiete, die anerkannt wird.
Kann ich gleichzeitig Wohngeld und Bürgergeld bekommen?
Nein. Bürgergeld enthält bereits die Kosten der Unterkunft (KdU). Wenn du Bürgergeld beziehst, entfällt Wohngeld. Du musst dich entscheiden — meist ist Bürgergeld höher, da Regelbedarf + KdU + ggf. Mehrbedarf zusammen meist mehr ergeben als Wohngeld allein. Schnell-Check im Sozialleistungen-Rechner.
Wie hoch ist Wohngeld 2026 ungefähr?
Das hängt von Miete, Einkommen, Haushaltsgröße und Mietstufe ab. Beispiele nach der amtlichen Formel (§ 19 WoGG, Stand 2026): 1 Person, Mietstufe III, 450 € Bruttokaltmiete, 1.000 € Gesamteinkommen: rund 365 €/Monat. 4 Personen, Mietstufe III, 700 € Bruttokaltmiete, 2.400 € Bruttoeinkommen mit Pauschalabzug 20 %: rund 532 €/Monat. Der Rechner nutzt die amtlichen Parameter; Abweichungen entstehen vor allem durch Freibeträge (§ 17 WoGG), die hier nicht erfasst werden.
Was ist die Klimakomponente?
Seit der Wohngeldreform 2023 erhöht die Klimakomponente (§ 12 Abs. 7 WoGG) den Höchstbetrag der anrechenbaren Miete: 19,20 € für 1 Person, 24,80 € für 2, 29,60 € für 3, 34,40 € für 4, 39,20 € für 5 Personen, je weitere Person 4,80 € mehr. Davon getrennt wird die Heizkostenkomponente (§ 12 Abs. 6 WoGG, z. B. 110,40 € für 1 Person, 197,80 € für 4 Personen) immer zur Miete addiert. Beides ist in diesem Rechner enthalten.
Wo stelle ich den Wohngeld-Antrag?
Bei der Wohngeldstelle deiner Gemeinde (im Bürger- oder Sozialamt). Viele Großstädte (Berlin, Hamburg, München) bieten Online-Anträge an. Notwendige Unterlagen: Mietvertrag, Nebenkostenabrechnung, Verdienstbescheinigung, Kontoauszüge. Bearbeitungsdauer: 4-12 Wochen, in überlasteten Städten länger.
Wird Wohngeld rückwirkend gezahlt?
In der Regel nein: Wohngeld wird ab dem 1. des Monats bewilligt, in dem der Antrag eingeht (§ 25 WoGG) — nicht für frühere Monate. Der Bewilligungszeitraum beträgt meist 12 Monate; danach ist ein Weiterbewilligungsantrag nötig. Deshalb lohnt es sich, den Antrag früh im Monat zu stellen.
Steigt das Wohngeld 2026?
Nein — 2026 ist beim Wohngeld eine Nullrunde. Die zum 1. Januar 2025 angehobenen Werte (Miethöchstbeträge, Mietenstufen) gelten 2026 unverändert weiter. Wohngeld wird alle zwei Jahre dynamisch angepasst — die nächste Erhöhung war zum 1. Januar 2027 vorgesehen. Achtung: Ein Gesetzentwurf der Bundesregierung (erster Bundesrat-Durchgang 25.09.2026) will diese Erhöhung aussetzen — geplant, noch nicht final. Zur Einordnung: Ende 2024 bezogen laut Destatis rund 1,2 Mio. reine Wohngeldhaushalte im Schnitt etwa 287 €/Monat.
Wird die Wohngeld-Erhöhung 2027 gekürzt?
Geplant, aber noch nicht final. Ein Gesetzentwurf der Bundesregierung (Bundesrat, Drs. 474/26, erster Durchgang am 25.09.2026) sieht vor, die für 2027 eingeplante Wohngeld-Erhöhung auszusetzen, die Heizkostenkomponente zu halbieren und die Berechnungsformel zu ändern. Der federführende Bundesrats-Ausschuss warnt vor dem Verlust des Anspruchs für bis zu 380.000 Haushalte und empfiehlt Ablehnung. Bis zur endgültigen Verabschiedung gelten die aktuellen Werte weiter.
Wie berechnet sich mein Wohngeld?
Das Wohngeld richtet sich nach drei Größen: der Zahl der Haushaltsmitglieder, dem gesamten Haushaltseinkommen und der zuschussfähigen Miete (begrenzt durch die Mietstufe deiner Gemeinde, § 12 WoGG). Aus diesen Werten ermittelt die Wohngeldformel nach § 19 WoGG den monatlichen Zuschuss. Der Rechner oben liefert eine Schätzung — den verbindlichen Betrag berechnet die Wohngeldstelle deiner Stadt.
Was ist der Unterschied zwischen Mietzuschuss und Lastenzuschuss?
Beides ist Wohngeld. Mieter erhalten den Mietzuschuss für ihre Miete, selbstnutzende Eigentümer den Lastenzuschuss für die Kosten des Wohneigentums (z. B. Zins und Tilgung, Instandhaltung). Anspruchsvoraussetzungen, Berechnung und Mietstufen sind in beiden Fällen gleich.
HinweisKreditaufnahme kostet Geld.