Antworten zu ALG-1-Anspruch, Bezugsdauer und Sperrzeit 2026.
Wie hoch ist ALG 1 2026?
60 % des pauschalierten Netto-Lohns für Kinderlose. 67 % bei einem Kind. Pauschalierter Netto = Brutto-Bemessungsentgelt minus Sozialabgaben-Pauschale (20 %) minus Lohnsteuer nach Steuerklasse. BBG-Cap: 8.450 €/Mo West, 8.350 €/Mo Ost.
Wie lange bekomme ich ALG 1?
Faustregel: 1 Monat ALG je 2 Monate Beschäftigung in den letzten 30 Monaten. Unter 50 J. max. 12 Monate. Ab 50 J. längere Bezugsdauer: 50-54 J.: 15 Monate, 55-57: 18 Monate, 58+: 24 Monate.
Wer hat 2026 Anspruch auf ALG 1?
Wer in den letzten 30 Monaten mindestens 12 Monate sozialversicherungspflichtig beschäftigt war UND arbeitslos gemeldet ist UND der Arbeitsvermittlung zur Verfügung steht. Selbstständige NUR mit freiwilliger Arbeitslosenversicherung. Bei eigener Kündigung: bis 12 Wochen Sperrzeit (kein ALG).
Was passiert nach ALG 1?
Wenn ALG 1 ausläuft und du immer noch arbeitslos bist: Übergang zum Bürgergeld (SGB II). Dort niedriger: Regelbedarf 563 € + Wohnkosten + ggf. Mehrbedarf. Plus: Bürgergeld hat Vermögensschonbetrag-Karenzzeit (40k im 1. Jahr). Wichtig: ALG 1 verlängert nicht, also rechtzeitig auf Job-Suche fokussieren.
Was ist die Sperrzeit?
Bei eigener Kündigung ohne wichtigen Grund oder Ablehnung zumutbarer Jobs verhängt die Agentur eine Sperrzeit von typisch 12 Wochen. In dieser Zeit kein ALG, dazu reduziert sich die Bezugsdauer um den gleichen Zeitraum. Wichtige Gründe (Mobbing, Pflege, Umzug zum Partner) können die Sperrzeit aufheben.