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Einnahmen-Überschuss live.

Für Freelancer + Selbstständige nach § 4 Abs. 3 EStG. Einnahmen minus Betriebsausgaben = Gewinn. Mit Steuer-Schätzung + Kleinunternehmer-Hinweis.

30-Sek-Check

Das Wesentliche

EÜR-System 2026 in 5 Punkten.

  • Cash-Basis: Zahlungseingang/-ausgang zählt.
  • Kleinunternehmer: 25.000 € USt-frei.
  • 800k-Grenze: darüber Bilanzpflicht.
  • 30–40 % rücklegen für ESt-Vorauszahlung.
  • Anlage EÜR Pflicht in Steuererklärung.
★★★★★ 4,9 / 5 · 1.087 Bewertungen

So funktioniert der Rechner

01

Einnahmen + Ausgaben

Monats-Honorar + Betriebskosten in 4 Kategorien.

02

Familienstand

Grund- oder Splittingtarif für die Steuer-Schätzung.

03

Steuer-Schätzung

Brutto-Gewinn × Tarif 2026 + Rücklage-Empfehlung.

Ergebnis: Jahresgewinn + Steuer-Schätzung + Netto + Rücklagen-Empfehlung.
Deine Zahlen
Alles bleibt im Browser. Schätzwerte — finale Berechnung beim Steuerberater.
0 €50.000 €
Netto-Honorare exkl. USt. × 12 = Jahresumsatz.
0 €20.000 €
Software-Lizenzen, Verbrauchsmaterial, Hardware-AfA-anteilig.
0 €10.000 €
Miete Büro / Homeoffice-Pauschale, Reisekosten, Telekommunikation.
0 €10.000 €
Versicherungen, Fortbildung, Marketing, Steuerberater.

Wann brauchst du diesen Rechner?

Vier typische Situationen:

1
Freiberuf-Einstieg

Erste Aufträge: was bleibt netto, wie viel für Steuer beiseite legen?

2
Quartals-Check

Vor jeder Vorauszahlung: realistische Schätzung der Jahres-Steuer.

3
Kleinunternehmer-Grenze

Näherung an 25k — prüfen, ob USt-Pflicht nächstes Jahr greift.

4
Preis-Kalkulation Honorare

Wie hoch müssen Stundensätze sein, um Wunsch-Netto zu erreichen?

So rechnen wir

Formel: Gewinn = (Einnahmen − Material − Büro − Sonstiges) × 12. ESt = Tarif § 32a EStG 2026 (Grundfreibetrag 12.348 €). Splittingtarif = 2 × ESt(Gewinn/2). Rücklage 30–40 % je nach Steuersatz.

EÜR-Berechtigung: § 4 Abs. 3 EStG — Freiberufler immer, Gewerbetreibende nur unter 800.000 € Umsatz oder 80.000 € Gewinn (Stand 2024+). Land/Forstwirte: Umsatz max 800.000 €.

Cash-basierte Erfassung: § 11 Abs. 1 EStG — Einnahmen/Ausgaben werden im Jahr des Zahlungsflusses erfasst, nicht im Jahr der Rechnungsstellung.

Kleinunternehmer-Regelung: § 19 UStG — Vorjahresumsatz ≤ 25.000 € UND laufender Jahresumsatz ≤ 100.000 € = USt-frei. Vorteil: keine USt-Erklärung. Nachteil: kein Vorsteuer-Abzug.

Betriebsausgaben: § 4 Abs. 4 EStG — alle betrieblich veranlassten Aufwendungen. AfA nach § 7 EStG: Anschaffungen > 800 € (netto) über Nutzungsdauer abschreiben; Computer/Software seit 2021 sofort.

Einkommensteuer-Tarif 2026: § 32a EStG — Grundfreibetrag 12.348 €, Spitzensteuersatz 42 % ab 69.879 €, Reichensteuer 45 % ab 277.826 €. Vorauszahlung quartalsweise (10.3., 10.6., 10.9., 10.12.).

Gewerbesteuer (nur Gewerbetreibende): § 11 GewStG — Freibetrag 24.500 €, dann Messzahl 3,5 % × Hebesatz Gemeinde (200–510 %). Anrechnung auf ESt nach § 35 EStG.

Quelle: § 4 Abs. 3, § 32a EStG (BMF-Tarif 2026), § 19 UStG. Schätzung ohne Gewähr, kein Ersatz für Steuerberatung. Berechnung läuft im Browser.

Häufige Fragen

Wer darf die EÜR machen?
§ 4 Abs. 3 EStG: Freiberufler (Ärzte, Architekten, Berater, Journalisten etc.) IMMER. Gewerbetreibende UND Land/Forstwirte nur unter den Grenzwerten: Umsatz max 800.000 € (Stand 2024+), Gewinn max 80.000 €/Jahr. Darüber: Bilanzierungspflicht nach HGB.
Was ist die Kleinunternehmer-Regel 2026?
§ 19 UStG: Bis 25.000 € Vorjahresumsatz UND erwarteter ≤ 100.000 € im laufenden Jahr = umsatzsteuerfrei. Wer drüber: 19 % USt aufschlagen + abrechnen. Für reine B2B-Beziehungen oft ohnehin egal (Kunde zieht Vorsteuer ab). Verbraucher-orientierte Selbstständige sparen 19 % Preisvorteil.
Welche Ausgaben kann ich absetzen?
§ 4 Abs. 4 EStG: Alle betrieblich veranlassten Ausgaben. Typisch: Material/Wareneinkauf, Personalkosten, Miete Büro / Homeoffice-Pauschale, Telefon/Internet (anteilig), Reisekosten, Fortbildung, Versicherungen (gewerblich), AfA für > 800 € Anschaffungen. Private Sachen zählen NIE — auch nicht anteilig, wenn Mischnutzung < 10 %.
Wie hoch ist meine Einkommensteuer?
Selbstständige zahlen Einkommensteuer wie Arbeitnehmer — nach § 32a EStG-Tarif 2026. Grundfreibetrag 12.348 €, Spitzensatz 42 % ab 69.879 €, Reichensteuer 45 % ab 277.826 €. Zusätzlich: GewSt (für Gewerbetreibende, je Hebesatz ca. 14–17 %). Faustregel: 30–40 % vom Gewinn als Vorauszahlung zurückhalten.
Wann ist die EÜR abzugeben?
Die Anlage EÜR muss bei der jährlichen Einkommensteuererklärung abgegeben werden — mit Steuerberater verlängern sich die Fristen. Tipp: ELSTER kostenlos nutzen, kein extra Software-Kauf nötig.
Was muss ich auf Rechnungen schreiben?
Pflichtangaben § 14 UStG: vollständiger Name + Anschrift beider Parteien, Rechnungsnummer (fortlaufend), Datum, Steuer-Nr. ODER USt-IdNr., Leistungsbeschreibung, Zeitraum, Brutto + Netto + USt-Satz. Bei Kleinunternehmer: „Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen."

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