Antworten zum Eigenkapital für Hauskauf 2026.
Wie viel Eigenkapital brauche ich beim Hauskauf?
Faustregel: 20-30 % des Kaufpreises plus alle Kaufnebenkosten. Bei 400.000 € Kaufpreis und 10 % Nebenkosten also 80.000-120.000 € + 40.000 € Nebenkosten = 120.000-160.000 €. Mindestens müssen die Kaufnebenkosten aus Eigenkapital kommen (Bank finanziert nur den Kaufpreis).
Welche Kaufnebenkosten gibt es?
(1) Grunderwerbsteuer 3,5-6,5 % je Bundesland (BY 3,5 %, NRW/SL 6,5 %). (2) Notar + Grundbuch 1,5-2,0 %. (3) Makler 3,57-7,14 % brutto je Bundesland und Vereinbarung. Gesamt zwischen 9-14 % des Kaufpreises ohne Makler, mit Makler bis 17-20 %.
Geht auch ohne Eigenkapital?
110 %-Finanzierung möglich aber riskant — Bank finanziert auch die Nebenkosten. Voraussetzung: sehr gutes Einkommen, sehr sichere Lage der Immobilie. Nachteile: höherer Zinssatz, höhere Belastung pro Monat. Bei Wertverlust der Immobilie: schnell Negativkapital. Steuerlich nur bedingt vorteilhaft.
Was zählt als Eigenkapital?
Spareinlagen, Tagesgeld, Festgeld, Aktien/ETF (Verkaufswerten), Bausparvertrag (Zuteilung), Riester-Wohnkapital, Lebensversicherung (Rückkaufswert), Erbschaft. NICHT: laufendes Gehalt, künftige Boni, Kredite, KfW-Darlehen (gilt als Fremdkapital obwohl staatlich).
Bauspar/Riester-EK nutzen?
Ja — Bausparvertrag bringt KfW-förderfähiges Kapital + niedrige Zinsen (typisch 1-2 %). Riester-Wohnkapital: Riester-Vertrag kann für eigengenutzte Immobilie eingesetzt werden. Achtung: bei Riester spätere Rückzahlung an die Riester-Förderung nötig (Wohnförderkonto).