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Lohnt sich die Kleinunternehmerregelung für dich?

Seit 2025 gelten neue Grenzen: 25.000 € Vorjahr und 100.000 € laufendes Jahr (§ 19 UStG). Der Rechner vergleicht deine Umsatzsteuer-Ersparnis bei Privatkunden gegen den entgangenen Vorsteuerabzug — und sagt dir, was günstiger ist.

Vorjahr ≤ 25.000 € Laufend ≤ 100.000 € § 19 UStG Stand 2026
30-Sek-Check

Das Wesentliche

Kleinunternehmer oder Regelbesteuerung — worauf es ankommt.

  • Grenzen ab 2025: Vorjahr ≤ 25.000 € UND laufendes Jahr ≤ 100.000 €.
  • Vorteil KU: keine USt auf Privatkunden-Umsatz, einfache Buchhaltung, keine Voranmeldung.
  • Nachteil KU: kein Vorsteuerabzug auf deine Ausgaben und Investitionen.
  • Faustregel: viele Privatkunden → KU lohnt; viele Geschäftskunden / hohe Ausgaben → Regelbesteuerung.
  • 100.000 € ist hart: beim Überschreiten sofort umsatzsteuerpflichtig.
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So funktioniert der Rechner

01

Umsatz & Kunden

Jahresumsatz und Anteil deiner Privatkunden — bei ihnen zählt der Bruttopreis.

02

Ausgaben mit Vorsteuer

Betriebsausgaben, aus denen ein Regelbesteuerter Vorsteuer zurückholt — als KU verlierst du das.

03

Empfehlung live

Berechtigung geprüft und der jährliche Vorteil von KU gegen Regelbesteuerung berechnet.

Ergebnis: Berechtigungs-Status und der jährliche Netto-Vorteil der Kleinunternehmerregelung.
Deine Daten
0 €120.000 €
Dein voraussichtlicher Umsatz ohne USt. Grenzen: 25.000 € Vorjahr, 100.000 € laufend.
%
0 %100 %
Umsatzanteil mit Privatkunden (B2C). Geschäftskunden ziehen die USt ohnehin als Vorsteuer ab — für sie ist sie neutral.
0 €60.000 €
Netto-Ausgaben, aus denen ein Regelbesteuerter Vorsteuer zieht (Waren, Geräte, Software, Miete mit USt).
Der Satz, den du als Regelbesteuerter berechnen und aus Ausgaben ziehen würdest.

Wann brauchst du diesen Rechner?

Vier typische Situationen, in denen sich der Aufruf konkret rechnet:

1
Gründung / Nebengewerbe

Startest du klein? Prüfen, ob KU oder Regelbesteuerung von Beginn an günstiger ist.

2
Hohe Anfangsinvestitionen

Viel Vorsteuer aus Geräten/Waren? Dann kann der Verzicht auf §19 sinnvoll sein.

3
Umsatz wächst

Näherst du dich 25.000 €? Prüfen, wann der Wechsel zur Regelbesteuerung ansteht.

4
B2B vs. B2C

Überwiegend Geschäftskunden? Die USt ist für sie neutral — Regelbesteuerung oft besser.

So rechnen wir

Rechtsgrundlage: § 19 UStG in der ab 1.1.2025 geltenden Fassung. Kleinunternehmer ist, wessen Gesamtumsatz im vorangegangenen Kalenderjahr 25.000 € nicht überschritten hat und im laufenden Jahr 100.000 € nicht übersteigt. Die 100.000-€-Grenze ist eine harte Grenze — ab dem Umsatz, der sie überschreitet, gilt Regelbesteuerung.

Systematik seit 2025: Die Umsätze der Kleinunternehmer sind umsatzsteuerbefreit (zuvor: geschuldet, aber nicht erhoben). Es besteht kein Recht auf Vorsteuerabzug.

Vergleichsmodell: Der jährliche Netto-Vorteil der Kleinunternehmerregelung wird geschätzt als Umsatzsteuer auf den Privatkunden-Umsatz (Umsatz × Privatkunden-Anteil × Steuersatz) minus dem entgangenen Vorsteuerabzug (Ausgaben mit Vorsteuer × Steuersatz).

Annahme: Bei Privatkunden bleibt der Endpreis gleich (Preis-Parität) — als KU behältst du den Betrag, den ein Regelbesteuerter ans Finanzamt abführt. Bei Geschäftskunden ist die Umsatzsteuer neutral (sie ziehen sie als Vorsteuer ab), daher fließt nur der Privatkunden-Anteil in den Vorteil ein.

Nicht enthalten: Die Einkommensteuer auf den Gewinn (unabhängig von §19), Wettbewerbs- und Preiseffekte sowie die 5-jährige Bindung nach freiwilligem Verzicht auf die Kleinunternehmerregelung.

Quelle: § 19 UStG (Fassung ab 1.1.2025) · Stand 2026. Berechnung läuft komplett im Browser, ohne Gewähr. Keine Steuerberatung.

Häufige Fragen

Welche Umsatzgrenzen gelten für Kleinunternehmer 2026?
Seit der Reform 2025 gilt: Der Umsatz des Vorjahres darf 25.000 € nicht überschritten haben und der Umsatz des laufenden Jahres darf 100.000 € nicht übersteigen. Die 100.000-€-Grenze ist eine harte Grenze — ab dem Umsatz, der sie überschreitet, wird umsatzsteuerpflichtig abgerechnet.
Was ist der Vorteil der Kleinunternehmerregelung?
Du weist keine Umsatzsteuer aus und musst keine USt-Voranmeldung abgeben — das vereinfacht die Buchhaltung und macht dich bei Privatkunden günstiger, weil kein Aufschlag von 19 % nötig ist. Der Nachteil: Du kannst keine Vorsteuer aus deinen Ausgaben zurückholen.
Wann lohnt sich die Regelbesteuerung mehr?
Wenn du hohe Ausgaben mit Vorsteuer hast (Investitionen, Wareneinkauf) oder überwiegend Geschäftskunden bedienst, die die Umsatzsteuer ohnehin als Vorsteuer abziehen. Dann übersteigt dein Vorsteuerabzug die USt-Ersparnis bei Privatkunden, und die Regelbesteuerung ist günstiger.
Kann ich freiwillig auf die Kleinunternehmerregelung verzichten?
Ja. Du kannst zur Regelbesteuerung optieren (Verzicht auf §19). An diese Entscheidung bist du dann fünf Jahre gebunden. Das lohnt sich vor allem bei hohen Anfangsinvestitionen mit viel Vorsteuer oder wenn deine Kunden fast ausschließlich vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmen sind.
Muss ich als Kleinunternehmer eine Steuererklärung abgeben?
Eine Einkommensteuererklärung mit Anlage EÜR ja — der Gewinn wird ganz normal versteuert. Eine Umsatzsteuer-Voranmeldung entfällt seit 2025 grundsätzlich; die Umsätze sind umsatzsteuerbefreit. Die Einkommensteuer auf den Gewinn hat mit der Kleinunternehmerregelung nichts zu tun.

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