Wohnen und Mietbelastung in Deutschland 2026
Wohnen ist der größte Posten im deutschen Haushaltsbudget — und der stärkste Hebel für finanzielle Instabilität. Bestandswohnungen werden in München für 20,12 Euro und in Berlin für 13,18 Euro pro Quadratmeter angeboten (ImmoScout24, Q2 2026); bundesweit kosteten inserierte Wohnungen bei Wiedervermietung 2025 11,11 Euro, rund 43 Prozent mehr als die Bestandsmiete (BBSR). 11,2 Prozent der Bevölkerung sind nach EU-Definition wohnkostenüberbelastet (EU-SILC 2025), die Wohneigentumsquote bleibt mit 47,2 Prozent EU-Schlusslicht (EU-Schnitt 2024: 68 Prozent), und der Neubau ist 2025 mit 206.600 fertiggestellten Wohnungen auf den tiefsten Stand seit 2012 gefallen.
- Angebotsmieten Bestandsbau Q2 2026: München 20,12 €/m², Berlin 13,18 €/m² — Ø Nettokaltmiete im Bestand 7,28 €/m² (Zensus 2022).
- Wohneigentumsquote 47,2 % — EU-Schlusslicht; der EU-Durchschnitt lag 2024 bei 68 %.
- Neubau bricht ein: 2025 nur 206.600 fertiggestellte Wohnungen — Tiefstwert seit 2012.
- Neuvertragsmieten liegen rund 43 % über der Bestandsmiete (BBSR, 2025) — wer umziehen muss, zahlt deutlich mehr.
- Mieterhaushalte zahlen im Schnitt 27,9 % des Nettoeinkommens für die Bruttokaltmiete (Mikrozensus 2022); unter 2.000 € Einkommen sind es nach MyWage-Plattformdaten im Median 42 %.
Korrekturhinweis (04.10.2026): Einzelne Kennzahlen wurden auf amtliche Primärquellen aktualisiert. Den vollständigen, laufend gepflegten Datenstand finden Sie im Report: florinplus.de/mywageresearch/mietbelastung-deutschland.